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Politik Deutsch-Israelische Gesellschaft fordert schärfere Ahndung von antisemitischen Beleidigungen
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00:00 07.10.2021
Leipzig: Teilnehmer einer Demonstration stehen vor dem Westin Hotel in Leipzig.
Leipzig: Teilnehmer einer Demonstration stehen vor dem Westin Hotel in Leipzig. Quelle: Dirk Knofe/dpa
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Berlin

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat angesichts der Antisemitismusvorwürfe gegen ein Leipziger Hotel eine schärfere Ahndung judenfeindlicher Beleidigungen gefordert. „Antisemitismus darf nicht kleingeredet werden und sollte generell unter Strafe gestellt werden″, sagte DIG-Präsident Uwe Becker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Der Strafbestand der Volksverhetzung greift oft nicht weit genug, um beispielsweise Beleidigungen strafrechtlich zu verfolgen.″

Der Musiker Gil Ofarim hatte am Dienstag auf Instagram schwere Vorwürfe gegen das Leipziger Hotel The Westin erhoben. Während des Check-Ins habe ihn ein Mitarbeiter aufgefordert, seine Davidstern-Kette einzupacken. Erst dann dürfe er einchecken. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat Ermittlungen aufgenommen. Der beschuldigte Mitarbeiter schildert den Vorfall jedoch anders und hat inzwischen Anzeige wegen Verleumdung gestellt.

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Becker von der DIG ergänzte: „Ich bin schockiert, dass solche antisemitischen Vorfälle überhaupt in Deutschland passieren.“ Es mache deutlich, dass Antisemitismus weit über die extremen politischen Ränder verbreitet sei. „Nun ist ein Einstehen für jüdisches Leben in unserem Land und Solidarität gefordert sowie ein klares Bekenntnis zu Israel″, sagte er dem RND. „Ein Angriff auf jüdisches Leben in Deutschland ist immer auch ein Angriff auf die gesamte deutsche Gesellschaft.″

Von Alisha Mendgen/RND

Der Artikel "Deutsch-Israelische Gesellschaft fordert schärfere Ahndung von antisemitischen Beleidigungen" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.