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Politik De Maizière schließt deutschen Kampfeinsatz in Mali aus
Mehr Welt Politik De Maizière schließt deutschen Kampfeinsatz in Mali aus
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09:38 14.01.2013
Französische Kampjets auf dem Weg ins westafrikanische Mali. Französische Soldaten kämpfen mit malischen Truppen seit Freitag gegen islamistische Rebellen im Süden des Landes. Quelle: dpa
Berlin

Verteidigungsminister Thomas de Maizière schließt einen Kampfeinsatz deutscher Soldaten in Mali aus. Über eine mögliche Beteiligung Deutschlands an einer Ausbildungsmission sei noch keine Entscheidung gefallen, sagt der CDU-Politiker am Montag im Deutschlandfunk. Erste Planungen gebe es aber bereits. Bevor deutsche Ausbilder in das afrikanische Krisenland geschickt werden könnten, benötige man politischen Konsens über das Engagement der internationalen Gemeinschaft in Mali. „Bei der Ausbildung solcher Sicherheitskräfte kann die Europäische Union und können auch deutsche Kräfte helfen. Das muss jetzt weiter geplant werden.“

Die Gefahr einer Verwicklung solcher Ausbilder in bewaffnete Einsätze schloss der Minister aus. „Diese vielen Warnungen immer, man könnte hineinschlittern, die kann ich schon bald nicht mehr hören.“ Das zivilmilitärische Konzept sehe vor, dass deutsche Truppen nicht an der bewaffneten Rückeroberung des Nordens beteiligt würden.

Gegebenenfalls will die Bundesregierung auch prüfen, ob sie logistische Unterstützung bieten kann, etwa mit Flugzeugen für die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas zum Transport von Truppen. Transportkapazitäten in Afghanistan, im Kosovo und im Grundbetrieb zu Hause seien jedoch gebunden, sagte de Maizière. „Frankreich hat entsprechende Kräfte vor Ort, wir nicht. Es wäre also etwas aufwendig.“

De Maizière lobte die Entscheidung Frankreichs, die offensive der Islamisten im Wüstenstaat militärisch zu stoppen. Französische Soldaten kämpfen seit Freitag an der Seite malischer Truppen, um den Vormarsch islamistischer Rebellen in den Süden des Landes zu aufzuhalten. „Frankreich hat gehandelt, das war konsequent und richtig und verdient Unterstützung“, sagte de Maizière.

dpa

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