Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Das komplizierte Verhältnis der Briten zur EU
Mehr Welt Politik Das komplizierte Verhältnis der Briten zur EU
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:56 23.01.2013
Premierministerin Margaret Thatcher handelt 1984 den sogenannten Britenrabatt aus. Seitdem zahlt Großbritannien weniger in den EU-Haushalt ein. Quelle: dpa
London

Um die EU-Skepsis der britischen Bevölkerung zu verstehen, lohnt ein Blick in die Vergangenheut. Die wichtigsten Stationen in der 40 Jahre dauernden Mitgliedschaft Großbritanniens in der Europäischen Gemeinschaft. 

1960: Auf Initiative Großbritanniens wird als Gegengewicht zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) die Europäische Freihandelszone (EFTA) gegründet. Gründungspartner waren Dänemark, Norwegen, Schweden, die Schweiz, Österreich und Portugal. Die EFTA will - anders als die EWG - keine politische Integration.

1963: Der französische Präsident Charles de Gaulle legt sein Veto gegen eine Mitgliedschaft der Briten in der EWG ein. Grund ist unter anderem die große Nähe der Briten zu den USA.

1973: Zehn Jahre nach dem Veto de Gaulles treten die Briten schließlich doch bei - gemeinsam mit Irland und Dänemark.

1975: Das britische Volk spricht sich in einem Referendum mit 67,2 Prozent für einen Verbleib in der Gemeinschaft aus, nachdem Premier Harold Wilson die Vertragsbedingungen nachverhandelt hatte.

1984: Mit den legendär gewordenen Worten "Ich will mein Geld zurück" verhandelt die konservative Premierministerin Margaret Thatcher den sogenannten Britenrabatt. Großbritannien muss weniger in den EU-Haushalt einzahlen.

1990: EU-Länder beschließen im Schengener Abkommen die Aufhebung der Passkontrollen an den Binnengrenzen. Großbritannien macht nicht mit.

1991: Premierminister John Major kündigt eine europafreundliche Politik seiner Konservativen Partei an – und scheitert schließlich parteiintern an dieser Direktive. Major verhandelt auch, dass Großbritannien nicht am Europäischen Währungssystem teilnimmt.

1997: Tony Blair wird Premierminister. Die Haltung Großbritanniens zu Europa nimmt zunächst eine positive Wende.

2004: Blair gerät mit dem französischen Präsidenten Jacques Chira über ein "Europa der zwei Geschwindigkeiten" in Streit.

2005: Blair lässt einen EU-Gipfel zum mehrjährigen Finanzrahmen der EU scheitern, stimmt Monate später aber doch zu und akzeptiert eine Abschmelzung des Britenrabatts.

2009: Der damalige britische Oppositionsführer David Cameron tritt aus der Fraktion der konservativen Europäischen Volkspartei im Europaparlament aus.

2011: Premierminister David Cameron verweigert seine Zustimmung zum EU-Fiskalpakt.

2012: Cameron droht mit Veto bei den Verhandlungen zum mehrjährigen Finanzrahmen der EU.

dpa

Politik Uni beschließt Plagiatsverfahren - Annette Schavan muss um Titel bangen

Für Bildungsministerin Annette Schavan geht es um die politische Karriere: Die Universität Düsseldorf überprüft ihre aus dem Jahr 1980 stammende Dissertation auf wissenschaftliches Fehlverhalten. Am Ende könnte der Entzug des Doktortitels stehen.

23.01.2013

Die neunjährige Joscha ist ein Ass in Englisch. In vielen anderen Bereichen hat sie jedoch große Probleme - denn Joscha ist Autistin. Auf eine „normale“ Grundschule geht sie aber trotzdem.

23.01.2013

Den Briten passt die ganze Richtung in der EU nicht. Eigentlich wollten sie nur einen gemeinsamen Markt, sagte Regierungschef Cameron. Nun will er die Zeit zurückdrehen. Gelingt das nicht, droht der EU-Austritt.

23.01.2013