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Politik Das bedeutet das neue Tierwohl-Label für Verbraucher
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13:00 06.02.2019
Symbolbild. Quelle: dpa
Berlin

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat an diesem Mittwoch das neue „Tierwohl-Label“ vorgestellt. Damit will die Regierung zukünftig Fleisch aus besserer Haltung kenntlich machen.

Was Verbraucher durch das Label erkennen und wann die Kennzeichnung startet? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Was ist das „Tierwohl-Label“?

Die Bundesregierung will mit dem staatlichen Label den Verbauchern künftig eine verlässliche Informationsquelle über die Tierhaltung bieten. Zunächst gilt das Label nur für Schweinefleisch.

Auch auf verarbeiteten Produkten, in Restaurants oder Kantinen kann die Haltung kenntlich gemacht werden. In Zukunft sollen Kennzeichnungen etwa für Geflügel folgen. Die Kennzeichnung wird parallel zu anderen Labels auf die Produkte gedruckt.

Was können Verbraucher aus dem Label schließen?

Es gibt drei Stufen, die auf die Qualität der Tierhaltung hinweisen: Die Eingangsstufe stellt bereits Anforderungen, die über dem gesetzlichen Mindeststandard liegen. Die Kennzeichnung ist für Betriebe nicht verpflichtend. Wird ein Produkt gelabelt, ist die Einhaltung der Vorgaben allerdings bindend.

Welche Anforderungen gibt es in den einzelnen Stufen?

Laut gesetzlichem Mindeststandard muss eine 110 Kilogramm schwere Sau beispielsweise einen Quadratmeter Platz haben. Die erste Stufe des „Tierwohl Labels“ erfordert 20 Prozent mehr Platz, die zweite Stufe 47 Prozent und die dritte 91 Prozent sowie Auslaufmöglichkeiten.

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Dazu gibt es Regelungen zur Einrichtung der Buchten etwa mit Beschäftigungsmaterialien oder eingestreuten Liegeflächen. Auch Säugedauer und der Transport zum Schlachthof sind vorgegeben, ebenso wie die Schlachtung selbst, bei der die Tiere in allen Stufen des Labels möglichst ruhig gehalten werden sollen und auch neue Standards bei der Betäubung existieren.

Wann soll das neue Label kommen?

SPD und Union haben sich im Koaltionsvertrag darauf geeinigt, dass das Label zur Mitte Legislaturperiode, also etwa September 2019, eingeführt werden soll.

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Von Janik Marx/RND

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