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Politik Charlotte Knobloch wird nach AfD-Eklat bedroht
Mehr Welt Politik Charlotte Knobloch wird nach AfD-Eklat bedroht
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18:29 24.01.2019
Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Quelle: epd-bild/Mck
München

Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, wird nach dem AfD-Eklat im bayerischen Landtag nach eigenen Angaben bedroht. „Seitdem erreichen mich beinahe im Minutentakt wüste Beschimpfungen, Drohungen und Beleidigungen per E-Mail und Telefon“, sagte Knobloch der „Augsburger Allgemeinen“.

„Die Gefahr, die von der Partei und ihren Anhängern für unsere freiheitliche Demokratie ausgeht, wird so überdeutlich und zeigt nur noch mehr, dass die Demokraten in unserem Land gegen sie zusammenstehen müssen.“

Die Vorsitzende der Israelitschen Kultusgemeinde München und Oberbayern hatte die AfD am Vortag im bayerischen Landtag bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus kritisiert. Abgeordnete der rechtspopulistischen Partei verließen daraufhin demonstrativ den Plenarsaal.

AfD wirft Knobloch Missbrauch der Veranstaltung vor

„Diese sogenannte Alternative für Deutschland gründet ihre Politik auf Hass und Ausgrenzung und steht nicht nur für mich nicht auf dem Boden unserer demokratischen Verfassung“, hatte Knobloch zuvor gesagt.

Lesen Sie auch: Nach Kritik: AfD-Politiker verlassen Gedenkfeier für NS-Opfer

Die Fraktionschefin der AfD im Bundestag, Alice Weidel, äußerte sich am Donnerstag auf Twitter: Knobloch habe sich „entblödet“ und die Gedenkveranstaltung für Parteipolitik missbraucht. Die AfD trete selbst sehr laut auf und reagiere dann bei Kritik an der eigenen Partei sehr unsouverän, sagte Knobloch der Deutschen Presse-Agentur. „Eine Partei, die sich so rechtsradikal darstellt, gehört nicht in ein gesetzgebendes Gremium.“

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte die AfD kürzlich zum Prüffall erklärt, den rechtsnationalen „Flügel“ und die Partei-Nachwuchsorganisation „Junge Alternative“ stufen die Verfassungsschützer als Verdachtsfall ein.

Von RND/dpa/ngo

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