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Politik CDU-Krise: Laschet deutet in Sitzung Rückzug an
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17:14 07.10.2021
Armin Laschet, CDU-Chef.
Armin Laschet, CDU-Chef. Quelle: Michael Kappeler/dpa
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Berlin

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat in der Unionsfraktionssitzung seinen möglichen Rückzug als Parteichef angedeutet. Nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) hat er in einer Sondersitzung der Fraktion, die als Schaltkonferenz abgehalten wurde, erklärt, die Partei brauche einen Neubeginn.

Wenn für eine immer noch mögliche Jamaika-Koalition mit FDP und Grünen andere Personen gebraucht würden, dann sei das möglich, soll Laschet gesagt haben. Dies bestätigten Abgeordnete aus CDU und CSU. Andere nannten seine Formulierung verklausuliert.

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Laschet: personelle Neuaufstellung auf Parteitag

Laschet kündigte nach Angaben von mehreren Teilnehmern eine personelle Neuaufstellung auf einem Parteitag an - von der Spitze bis in die Gremien. Die Partei brauche keine Schlacht mehr zwischen Personen, sondern einen gemeinsamen Konsensvorschlag. So wie er es in Nordrhein-Westfalen jetzt mit Henrik Wüst gemacht habe. Laschet hatte den nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Wüst am Dienstag als Nachfolger vorgeschlagen - als Ministerpräsident und als CDU-Landesparteichef.

Laschet sagte demnach über die Verhandlungen mit Grünen und FDP am Sonntag und Dienstag, man sei sehr gut vorbereitet gewesen. Dass keine Vertraulichkeit habe geleistet werden können, sei kein gutes Zeichen. Viele Menschen würden noch auf eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP warten. „Wir müssen bis zur letzten Sekunde bereit sein und niemanden beschimpfen“, wurde Laschet zitiert. Er wisse nicht, wie SPD, Grüne und FDP ihre Themen in einer Ampel zusammenbringen wollten.

Für 18.30 Uhr hat die Partei ein Statement Laschets im Konrad-Adenauer-Haus angekündigt.

RND mit dpa

Von Kristina Dunz, Eva Quadbeck/RND

Der Artikel "CDU-Krise: Laschet deutet in Sitzung Rückzug an" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.