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Politik Bundeswehrsoldaten beschießen Zivilisten in Helmand
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20:51 15.01.2010
Bundeswehrsoldaten in Afghanistan.
Bundeswehrsoldaten in Afghanistan. Quelle: AP (Archiv)
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Im Norden Afghanistans haben Bundeswehrsoldaten am Freitag auf ein ziviles Fahrzeug geschossen und dabei den Fahrer verletzt. Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam mitteilte, ereignete sich der Vorfall am frühen Morgen an einem Überwachungspunkt deutscher Bodentruppen nahe der nordafghanischen Stadt Kundus. Das Fahrzeug sei mit hoher Geschwindigkeit auf den Posten zugefahren und der Fahrer habe nicht auf Warnsignale reagiert, hieß es. Daraufhin sei das Fahrzeug gezielt beschossen worden.

Der verletzte afghanische Fahrer sei im Regionalen Wiederaufbauteam (PRT) in Kundus medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus der Stadt gebracht worden. Bundeswehrsoldaten seien bei dem Vorfall nicht zu Schaden gekommen, teilte das Führungskommando mit.

Im Bezirk Garmser in der südafghanischen Unruheprovinz Helmand wurden zudem am Freitag fünf Zivilisten durch Schüsse von Soldaten aus den USA und Afghanistan verletzt. Nach Angaben der NATO-Truppe ISAF hatten sich bis zu 400 Zivilisten am Eingang der Militärbasis Combat Outpost Sher versammelt. Einige von ihnen hätten die Soldaten bedroht und seien nach nicht beachteten Warnschüssen beschossen worden, hieß es. Am Donnerstag hatte am gleichen Ort eine Demonstration stattgefunden, die durch Gerüchte, ausländische Soldaten hätten den Koran geschändet, ausgelöst worden war.

afp

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