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Politik Bundeswehr in Afghanistan gefährdeter als Deutschland
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08:49 15.07.2009
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Spätestens der Anschlag vor der deutschen Botschaft in Kabul im Januar habe „sicher gezeigt“, dass deutsche Soldaten und Einrichtungen „Ziel von Angriffen“ seien, sagte Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Gerade im Vorfeld der Bundestagswahl müsse dort mit weiteren Anschlägen gerechnet werden. Die Gefahr werde aber auch nach der Wahl sehr hoch bleiben.

„Viel schlimmer kann es nicht kommen“, sagte der Experte. Die deutschen Soldaten in Afghanistan sind nach Ansicht von Steinberg aber gut gerüstet. Das Militär könne sich „selbst schützen“ und sei auf „alle möglichen Bedrohungsszenarien“ vorbereitet. Die Bundeswehr müsse aber auch rund um den Wahltag ihren Auftrag vor Ort ausführen. „Sie können das Feld nicht einfach verlassen, sie haben dort eine Aufgabe“, sagte Steinberg.

Zu möglichen Anschlägen in Deutschland im Vorfeld der Bundestagswahl sagte Steinberg, er nehme entsprechende Hinweise seitens der USA und aus Pakistan „sehr ernst“. Die Sicherheitsbehörden in Deutschland seien jedoch sehr aktiv, was das Risiko von Attentaten verringere. Vergangene Woche hatten sich Vertreter der Behörden aus Bund und Ländern, etwa vom Bundeskriminalamt und dem Verfassungsschutz, auf einen Katalog von vorbeugenden Maßnahmen verständigt.

afp