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Politik Bundesregierung stoppte Einsatz der GSG 9 gegen Piraten
Mehr Welt Politik Bundesregierung stoppte Einsatz der GSG 9 gegen Piraten
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12:10 02.05.2009
Kampfschwimmer der deutschen Marine unterstützen die Einsatzplanung der GSG 9. (Archivfoto) Quelle: Jens Koehler/ddp
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Der Einsatz sei Mitte der Woche wegen zu hoher Risiken abgeblasen worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus Sicherheitskreisen. Die Reederei verhandele mit den Piraten nun über ein Lösegeld in Millionenhöhe.

Der geplante Zugriff wurde nach Angaben aus Sicherheitskreisen eingestellt, weil das Risiko für die 24 Geiseln, darunter fünf Deutsche, zu groß war. Die Piraten an Bord der „Hansa Stavanger“ hätten die Wachen verdoppelt und jede Schiffsbewegung vor der Küste beobachtet. Das GSG-9-Kommando werde in der kommenden Woche wieder nach Deutschland verlegt. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht. „Zu operativen Maßnahmen machen wir keine Angaben“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Samstag.

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Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“ wurde der Einsatz von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) gestoppt. Nach Angaben des „Spiegel“ wiederum fiel die Entscheidung nach einer Sitzung des Krisenstabs im Verteidigungsministerium, nachdem die USA ihre Zustimmung zu dem Einsatz verweigert hätten. Während der dreiwöchigen Planungen habe es mehrfach Streit zwischen den beteiligten Ministerien gegeben. So habe das Auswärtige Amt dem Bundesinnenministerium vorgeworfen, ohne Not die US-Regierung eingebunden zu haben, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin am Wochenende vorab.

Die „MV Hansa Stavanger“ der Reederei Leonhardt und Blumberg war am 4. April rund 400 Seemeilen vor Somalia entführt worden. Neben dem Kapitän und vier Offizieren, die deutsche Staatsbürger sind, gerieten dabei 19 weitere Besatzungsmitglieder in die Hände der Piraten. Insgesamt halten somalische Seeräuber derzeit rund 200 ausländische Seeleute fest.

Die portugiesische Marine vereitelte am Freitag vor der Küste Somalias einen Piraten-Angriff auf ein Handelsschiff. Die Fregatte „Corte Real“ habe bei einer Aufklärungsmission entdeckt, wie Piraten versuchten, den Frachter zu entern, sagte ein Sprecher der portugiesischen Armee am Samstag der Nachrichtenagentur Lusa. Als ein Helikopter der Fregatte dem Handelsschiff zur Hilfe kam, ergriffen die Piraten demnach die Flucht.

Nach mehr als fünf Monaten in den Händen von Piraten konnten 23 philippinische Seeleute ihre Familien wieder in die Arme schließen. Die Crew der „MT Stolt Strength“, die seit rund einer Woche wieder frei ist, landete am Samstag auf einem Flughafen in der Hauptstadt Manila.

afp