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Politik Bundesregierung: Von 160 IS-Anhängern aus Deutschland fehlt jede Spur
Mehr Welt Politik Bundesregierung: Von 160 IS-Anhängern aus Deutschland fehlt jede Spur
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10:46 23.06.2019
Das undatierte Foto, das im Oktober 2017 von einer militanten Website zur Verfügung gestellt wurde, zeigt einen Fahrzeugkonvoi mit Mitgliedern der Terrormiliz Islamischer Staat in Al-Rakka, Syrien. Quelle: Uncredited/Militant website/AP/dpa
Berlin

Rund 1050 Islamisten aus Deutschland sind im Laufe der Jahre ins Kampfgebiet des IS in Syrien und im Nordirak ausgereist. Nach einem Medienbericht weiß die Bundesregierung aber nicht, wo viele von ihnen abgeblieben sind.

Wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg berichtet, fehlen bei mehr als 160 deutschen IS-Anhängern Hinweise auf ihren Verbleib. Die Regierung geht laut der Antwort davon aus, dass ein Großteil von ihnen bei Kämpfen getötet worden sei. „Vereinzelt könnte es diesen Personen auch gelungen sein, sich abzusetzen und/oder unterzutauchen“, zitiert die Zeitung aber aus der Antwort.

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Dass IS-Anhänger unbemerkt nach Deutschland gekommen seien, hält die Regierung aber für wenig wahrscheinlich: „Es wird angesichts der unterschiedlichen Maßnahmen (u.a. Fahndungsnotierungen oder Einreisesperren), die eine unkontrollierte Wiedereinreise deutlich erschweren, auch zukünftig davon ausgegangen, dass eine Einreise ohne Kenntnis der deutschen Sicherheitsbehörden der Ausnahmefall bleiben dürfte.“

Insgesamt seien von den 1050 ausgereisten Islamisten rund 220 ums Leben gekommen. Etwa ein Drittel befinde sich wieder in der Bundesrepublik.

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Von RND/das

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