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Politik Bund prüft neue Warnmethoden nach Falschfahrer-Unfall
Mehr Welt Politik Bund prüft neue Warnmethoden nach Falschfahrer-Unfall
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17:20 20.11.2012
Ein Schild mit der Aufschrift "STOP FALSCH" ist 2011 an der A8 bei Chiem (Oberbayern) zu sehen. Der Bund und Bayern starteten das Pilotprojekt Ende 2010, große Schilder warnen seit dem an ausgewählten Autobahnabschnitten und sollen Geisterfahrten vermeiden. Quelle: dpa
Berlin

Zum besseren Schutz vor Geisterfahrer-Unfällen auf Autobahnen prüft das Bundesverkehrsministerium neue Warnmethoden mit Schildern und Fahrbahnmarkierungen. Aus einem seit 2010 laufenden Pilotversuch in Bayern werden zum Jahresende erste Zwischenergebnisse erwartet, wie ein Sprecher am Dienstag in Berlin erläuterte. Danach werde untersucht, ob und in welcher Form solche Instrumente womöglich auf ganz Deutschland ausgeweitet werden sollten.

Der Parlamentarische Verkehrsstaatssekretär Jan Mücke (FDP) sagte der Online-Ausgabe der „Mitteldeutschen Zeitung“, es werde geprüft, ob die getestete neonfarbene Warntafel mit einer schwarzen Stopp-Hand als regelgerechtes Schild in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen werden könnte. Das ist bisher offen. Bei dem Pilotversuch an der A8 in Bayern wird an Anschlussstellen und Ausfahrten von Tank- und Rastplätzen getestet, inwiefern Warntafeln, Fahrbahnmarkierungen oder Kombinationen aus beidem Wirkung zeigen.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen untersucht daneben in einer Studie, wie viele Geisterfahrten es tatsächlich gibt und was die Ursachen und Begleitumstände sind. Ziel ist, versehentliche Falschfahrten zu verhindern. Als kaum möglich gilt hingegen, vorsätzliche Geisterfahrer mit Warnhinweisen zu stoppen. Im Verkehrsfunk werden nach Ministeriumsangaben jährlich rund 1700 Geisterfahrer gemeldet.

Weniger Tote auf deutschen Straßen

Auf deutschen Straßen sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres weniger Menschen ums Leben gekommen als im Vorjahr. 2762 Menschen starben von Januar bis Ende September 2012 im Straßenverkehr, 6,3 Prozent weniger als im ersten dreiviertel Jahr 2011, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Verletzten sank im Vergleichszeitraum ebenfalls, wenn auch nur ganz leicht um 0,2 Prozent auf rund 293.300. Zugleich nahm die Polizei mehr Unfälle auf. Im September starben 330 Verkehrsteilnehmer, so wenig wie nie in diesem Monat seit der Einführung der Statistik vor fast 60 Jahren.

In Niedersachsen ist in den ersten drei Quartalen dieses Jahres die Zahl der Verkehrstoten überdurchschnittlich stark gesunken. Von Januar bis September kamen auf den Straßen des Landes 365 Menschen ums Leben. Dies sind 36 oder fast 10 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

dpa/mhu

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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