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Politik Brok: „Jeder weiß, dass Merkel wieder kandidiert“
Mehr Welt Politik Brok: „Jeder weiß, dass Merkel wieder kandidiert“
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09:40 19.11.2016
Am Sonntag wird Angela Merkel wahrscheinlich ihre erneute Kanzlerkandidatur bekanntgeben Quelle: afp
Berlin

Nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) erklärt Angela Merkel am Sonntag ihre erneute Kanzlerkandidatur und kündigt dann auch eine „Agenda 2021“ an. Davon gehen inzwischen auch immer mehr Unionspolitiker aus. „Es weiß inzwischen jeder, dass sie wieder kandidieren wird“, sagte der CDU-Europapolitiker Elmar Brok der „Rhein-Neckar-Zeitung“. „Der formale Ablauf ist zweitrangig. Es gibt keinen anderen Kandidaten und keine andere Kandidatin.“

Am Sonntag kommen in Berlin erst das CDU-Präsidium und dann der Bundesvorstand zusammen. Die Spitzengremien wollen den CDU-Bundesparteitag Anfang Dezember vorbereiten. Anschließend will Merkel eine Pressekonferenz geben. Es wird erwartet, dass sie sich dabei zu der Frage äußern wird, ob sie wieder als CDU-Vorsitzende antreten und auch Kanzlerkandidatin werden will.

Auch die Schwesterpartei CSU geht nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ fest davon aus, dass Merkel Kanzlerkandidatin wird. „Wir haben immer damit gerechnet, dass sie noch einmal antreten will und noch einmal antreten wird“, sagte ein namentlich nicht genanntes, ranghohes Parteimitglied der Zeitung.

Schwesig: „Was die Union macht, ist ihr Ding“

Die SPD will die Frage der Kanzlerkandidatur für sich nach Angaben von Parteivize Manuela Schwesig unabhängig von Merkels Entscheidung klären. „Ich finde es richtig und wichtig, dass wir uns jetzt von den aktuellen Ereignissen und Spekulationen nicht treiben lassen“, sagte die SPD-Politikerin dem Sender SWR. „Was die Union macht, ist ihr Ding, und die SPD macht ihr eigenes Ding.“ Parteichef Sigmar Gabriel werde zum richtigen Zeitpunkt einen Vorschlag machen.

Auf die Frage nach möglichen Ambitionen von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sagte Schwesig, sie wolle sich an Spekulationen nicht beteiligen. „Dass die SPD über mehrere Köpfe verfügt, die das können, das ist was Gutes, es ist nicht gut wenn sich alles nur auf eine Person reduziert, deswegen werden wir dazu eine gute Entscheidung treffen.“

Von dpa/RND