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Politik Boliviens Staatschef Morales stellt sich zur Wiederwahl
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10:29 06.12.2009
Steht zur Wiederwahl: Evo Morales hat gute Chancen auf eine zweite Amtszeit. Quelle: afp
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Der bolivianische Präsident Evo Morales hat zum Abschluss seine Wahlkampfes scharfe Worte gegen die USA und den US-Nachrichtensender CNN gerichtet. Während einer Kundgebung am Sonnabend sagte Morales, CNN sei ein „großer Verteidiger des Imperialismus“, der die Oppositionskandidaten in Bolivien mit „Lügen“ unterstütze. Außerdem rühmte er sich, dass der Kampf gegen den Drogenhandel in seiner Amtszeit ohne Hilfe der USA viel erfolgreicher verlaufen sei. Die Beteiligung Washingtons sei darauf ausgerichtet gewesen, „die Preise zu senken und den Amerikanern zu ermöglichen, Kokain in die USA zu exportieren“.

Morales stellt sich am Sonntag zur Wiederwahl. Umfragen zufolge kann der linkspopulistische Staatschef damit rechnen, bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit zu erhalten. Morales’ stärkster Konkurrent ist der rechtsgerichtete frühere Gouverneur des Departamentos Cochabamba, Manfred Reyes Villa, der in Umfragen auf rund 20 Prozent kommt.

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Morales ist der erste indianische Präsident Boliviens und regiert das südamerikanische Land seit 2006. Seitdem lieferte er sich Auseinandersetzungen mit der wohlhabenden Elite des Landes. Seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit machte erst eine umstrittene Verfassungsreform möglich. Außenpolitisch übte er gemeinsam mit andern linksgerichteten Staatschefs Lateinamerikas wie Venezuelas Hugo Chávez immer wieder harsche Kritik an den USA.

afp