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Politik Belgien klagt Terrorverdächtigen an
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19:39 23.11.2015
Weiterhin gilt in Brüssel die höchste Terrorwarnstufe. Quelle: dpa
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Brüssel

Bei Antiterror-Razzien hatte die belgische Polizei am Sonntag 16 Menschen festgenommen, am Montag weitere fünf. Von diesen blieben drei weiter in Gewahrsam, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Die Festnahmen führten nicht zur Verhaftung des seit den Anschlägen von Paris am 13. November dringend gesuchten Salah Abdeslam, wie die Staatsanwaltschaft zuvor mitgeteilt hatte.

Der Franzose Abdeslam lebte in Belgien. Bei der Anschlagsserie hatten islamistische Attentäter 130 Menschen getötet. Michel sagte nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats, die Schulen sollten unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen ab Mittwoch schrittweise wieder geöffnet werden. Dies gelte auch für den U-Bahn-Verkehr in der belgischen Hauptstadt, der seit Samstag eingestellt ist.

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Höchste Terrorwarnstufe bleibt bestehen

Dazu hat Belgien die höchste Terrorwarnstufe für Brüssel erneut verlängert. Das maximale Niveau solle bis kommenden Montag gelten, allerdings sollen Schulen und die U-Bahn bereits von Mittwoch an wieder öffnen. Dies solle nach und nach geschehen, teilte Premierminister Charles Michel nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Montag mit. "Die Situation bleibt unverändert", sagte Michel. Es bestehe immer noch eine "ernste und unmittelbare Bedrohung".

Vorausgegangen war eine neue Beurteilung der Lage durch das nationale Krisenzentrum. Dieses empfiehlt den Menschen in Brüssel weiterhin, belebte Orte wie Bahnhöfe und Flughäfen zu meiden sowie Konzerte und Großereignisse abzusagen. Seit drei Tagen - seit Samstagmorgen - gilt diese höchste Terrorwarnstufe für Brüssel, im Rest Belgiens gilt weiter die zweithöchste Stufe 3.

Die belgische Regierung fürchtet ähnliche Terroranschläge wie in Paris. Gefahndet wird nach mehreren Terrorverdächtigen, darunter Salah Abdeslam (26), der an den Anschlägen in Paris am 13. November mit 130 Toten und Hunderten Verletzten beteiligt gewesen sein soll. Er sei noch nicht gefasst worden, bestätigte die Staatsanwaltschaft.

Den dritten Tag in Folge blieb am Montag die U-Bahn in Brüssel komplett geschlossen, es fuhren nur Busse und Straßenbahnen. Zu Beginn der Arbeitswoche waren Schulen, Universitäten, Schwimmbäder und Kinderkrippen zu. Viele Einkaufszentren, große Geschäfte, Supermärkte, Banken und große Versicherungen blieben ebenfalls zu. Märkte und Sportereignisse waren abgesagt.

afp/dpa

23.11.2015
Stefan Koch 23.11.2015
23.11.2015