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Politik Barack Obama verkündet: „Das Beste kommt noch“
Mehr Welt Politik Barack Obama verkündet: „Das Beste kommt noch“
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14:00 07.11.2012
Von Alexander Dahl
Barack Obama hat sich nach seinem überragenden Wahlsieg von seinen Anhängern feiern lassen. Quelle: dpa
Washington

Obama wandte sich in einer Liebeserklärung an seine Ehefrau: „Michelle, ich habe dich niemals mehr geliebt“, sagte er vor seinen jubelnden Anhängern. Er sei stolz, dass auch der Rest der Nation ihr als First Lady so zugewandt sei. Auch seine Töchter Sasha und Malia hob Obama hervor: Sie seien junge, intelligente und wunderschöne junge Frauen.

Er dankte seinen Unterstützern, die ihn im Wahlkampf begleitet haben. „Ihr seid das beste Kampagnenteam, das es je gegeben hat. Das beste!“, sagte der Präsident. „Ihr seid eine Familie. Ihr tragt die Erinnerung mit euch an die Geschichte, die wir zusammen gemacht haben.“ Ohne diese Unterstützer wäre der Erfolg nicht möglich gewesen: „Ihr seid es gewesen, die mich emporgehoben haben.“

Obama hob die Erfolge seiner ersten Amtszeit hervor. „Unsere Wirtschaft hat sich erholt. Das Jahrzehnt des Krieges ist vorbei“, rief er. „Ich habe euch gehört. Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten gemacht.“ Er gehe gestärkt und noch motivierter als bisher in seine zweite Amtszeit. „Heute habt ihr Action gewählt, nicht Politik nach altem Schema.“

„Keiner, der für dieses Land kämpft, soll jemals um einen Arbeitsplatz kämpfen müssen“, dies wolle er sicherstellen, versprach Obama. Aber auch der politische Alltag sei manchmal ein Kampf. „Demokratie in einem Land mit über 300 Millionen Menschen kann laut und chaotisch sein“, sagte Obama. Er gab zu bedenken, dass Menschen in vielen Ländern ihr Leben riskierten, wenn sie ihre Meinung äußern. Sein Land solle Kindern Zugang zu den besten Schulen und Lehrern geben. Und jedem Kind die Chance, den Beruf zu wählen, den es möchte – „und sei es, Präsident zu werden.“

Obama beschwor zudem die Einheit der Amerikaner: „Egal, woran du glaubst, wo du herkommst, ob du weiß oder schwarz bist, Latino oder Indianer, schwul oder hetero: Du kannst es hier schaffen.“ Auch die politischen Ausrichtung sei zweitrangig: „Wir sind keine blauen (demokratischen) und roten (republikanischen) Staaten, wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Danke Amerika, Gott schütze die Vereinigten Staaten.“

Obama versprach, sich mit den Parteiführern von Republikanern und Demokraten zusammenzusetzen, um dringende Probleme wie Steuersenkungen, Schuldenbegrenzung und das Einwanderungsgesetz voranzubringen. Der wiedergewählte Präsident kündigte zudem an, mit seinem gescheiterten Herausforderer Mitt Romney sprechen zu wollen, um sich mit ihm über Wege auszutauschen, wie man das Land weiter voranbringen könne.

Obama hat die Wahl gewonnen – und so geht es weiter 

Barack Obama hat die Präsidentschaftswahl gewonnen – doch gewählt ist er formell noch nicht. Das Wahlsystem der USA ist kompliziert. Die 146 Millionen als Wähler registrierten Amerikaner haben nämlich am Dienstag nicht ihren Präsidenten direkt gewählt; die Mehrheit ihrer Stimmen in den einzelnen Bundesstaaten entscheiden lediglich darüber, ob Demokraten oder Republikaner die sogenannten Wahlmänner des Staates bestimmen. Und erst diese wählen dann den Präsidenten und seinen Vize. Dies ist allerdings nur Formsache; Abweichungen zum tatsächlichen Wahlergebnis gibt es nicht. Und so geht es weiter:  

11. Dezember: Bis dahin müssen in den Bundesstaaten mögliche Unstimmigkeiten über die Wahlmänner und das Wahlergebnis beigelegt sein.

17. Dezember: In Washington und den Bundesstaaten treten die insgesamt 538 Wahlmänner zusammen. In versiegelten Umschlägen geben sie ihre Stimmen ab; diese werden anschließend an den Kongress weitergeleitet.

26. Dezember: Bis zu diesem Datum müssen die Voten der Wahlmänner in der Hauptstadt Washington eingetroffen sein.

6. Januar: Vize-Präsident Joe Biden wird als Vorsitzender des Senats am ersten Sitzungstag des US-Kongresses nach der Auszählung der Wahlmännerstimmen das Ergebnis verkünden.

30. Januar: Barack Obama wird zum 57. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt.

(mit: dpa)

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