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Politik Ayatollah Chamenei gratuliert Ahmadinedschad zum Sieg
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14:38 13.06.2009
Die Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad ist offiziell. Quelle: afp
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Sein aussichtsreichster Gegenkandidat, der gemäßigte Konservative und Ex-Regierungschef Mir-Hossein Mussawi, kam demnach auf einen Stimmenanteil von 33,75 Prozent. Er hatte bereits vor Verkündung der offiziellen Ergebnisse erklärt, er werde einen Sieg Ahmadinedschads nicht anerkennen. Der 67-jährige Politiker sprach von einer „Inszenierung“ des Siegs und „Unregelmäßigkeiten“ bei der Wahl.

Der geistliche Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, gratulierte Ahmadinedschad zu seinem Sieg. Er hatte sich vor der Wahl mehrfach recht deutlich für den Amtsinhaber ausgesprochen. Bei dem Urnengang waren auch der frühere Chef der Revolutionsgarden Mohsen Resai und Ex-Parlamentspräsident Mehdi Karubi angetreten.

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Gegen den Sieg von Staatschef Mahmud Ahmadinedschad bei den Präsidentschaftswahlen im Iran haben in Teheran tausende Anhänger des Gegenkandidaten Mir-Hossein Mussawi zum Teil gewaltsam demonstriert. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, versammelten sich auf dem Teheraner Wanak-Platz am Nachmittag mehrere tausend zumeist junge Menschen, um ihre Solidarität mit Mussawi zu bekunden. Mit Parolen wie "Tod dem Diktator" forderten sie Ahmadinedschads Ablösung. Der iranische Präsidentschaftskandidat Mir-Hossein Mussawi will den Sieg von Ahmadinedschad nicht anerkennen.

An einer Kreuzung in Teheran riefen mehrere hundert Anhänger des gemäßigten Reformers "Mussawi, Mussawi, sammel' unsere Stimmen ein". Einige bewarfen die Polizeibeamten vor Ort mit Steinen und steckten Mülleimer in Brand. Die Polizei ging mit Knüppeln gegen die Demonstranten vor, es gelang ihr aber nicht, die Menge zu zerstreuen.

Auf einer Teheraner Hauptstraße gingen Männer in Zivil gegen demonstrierende Mussawi-Anhänger mit Schlagstöcken vor. Am Morgen hatte die Polizei dort Demonstranten gewaltsam auseinandergetrieben, die sich vor Mussawis Wahlkampfzentrale versammelt hatten.

afp