Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Atomchef fordert weltweit bindende AKW-Sicherheitschecks
Mehr Welt Politik Atomchef fordert weltweit bindende AKW-Sicherheitschecks
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:51 20.06.2011
Yukiya Amano, Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA. Quelle: dpa
Anzeige
Wien

Alle Staaten mit laufenden Nuklearanlagen sollten regelmäßigen und systematischen Sicherheitschecks von IAEA-Inspektoren zustimmen, forderte der Japaner am Montag in Wien zum Auftakt einer Sonderkonferenz. Bisher gibt es international keine verpflichtenden Sicherheitsstandards oder -kontrollen, Atomsicherheit ist Sache des einzelnen Staates.

Zudem forderte Amano weltweite Stresstests, in denen alle Nuklearanlagen unter anderem auf ihre Erdbeben- und Tsunamisicherheit kontrolliert werden sollen. Auch die von der IAEA formulierten Sicherheitsstandards sollten überarbeitet werden: „Wir müssen die IAEA-Sicherheitsstandards stärken und sicherstellen, dass alle sie anwenden.“ In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Japan sich nicht an alle Empfehlungen der Atombehörde gehalten hatte. „Selbst die besten Standards sind nutzlos, wenn sie nicht umgesetzt werden“, sagte der Japaner. Er nannte den Unfall von Fukushima eine der schwersten und schwierigsten Katastrophen, mit der Menschen je umgehen mussten.

Anzeige

dpa

Mehr zum Thema

Wie rechtssicher ist das Atomgesetz der Regierung? Gar nicht, meinen Experten. Sie sehen das Gesetz als Einladung zur Klage. Schließlich gebe es in dem Gesetz für die sofortige Abschaltung einiger Anlagen keine Begründung.

08.06.2011

Die schwarz-gelbe Koalition muss beim Atomausstieg um eine eigene Mehrheit im Parlament bangen. Das Verhältnis zwischen den Partnern ist spürbar gereizt. In den getrennten Fraktionssitzungen sind vorsorglich Stimmungsbilder erstellt worden.

Reinhard Urschel 07.06.2011

Als Ergebnis einer beispiellosen Kehrtwende will Schwarz-Gelb statt 2036 nun schon 2022 aus der Atomkraft aussteigen. Das Kabinett sagt Ja zur Energiewende. Ein Unsicherheitsfaktor sind mögliche Klagen der Atomkonzerne – und der schleppende Netzausbau.

06.06.2011