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Politik Athen droht Berlin mit Flüchtlingswelle
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13:27 09.03.2015
Will Terroristen nach Berlin schicken: Griechenlands Verteidigungsminister Panos Kammenos hat mit seinen Kommentar in Deutschland für Empörung gesorgt.
Will Terroristen nach Berlin schicken: Griechenlands Verteidigungsminister Panos Kammenos hat mit seinen Kommentar in Deutschland für Empörung gesorgt. Quelle: dpa/Archiv
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Athen/Berlin

Kammenos Kommentare vor Anhängern seiner rechtsnationalen Partei Anel seien "absolut inakzeptabel", sagte der Unions-Obmann im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, Roderich Kiesewetter (CDU), am Montag dem "Handelsblatt" (Online-Ausgabe).

Die Drohung zeige, dass die neue griechische Regierung nicht davor zurückschrecke, "die Schicksale von Flüchtlingen zu instrumentalisieren, um die eigene wirtschaftspolitische Agenda durchzusetzen", sagte Kiesewetter. Sollte Athen nicht einlenken, dann sollte Griechenland im Gegenzug als "letztes Mittel" mit einem Ausschluss aus dem Schengenraum gedroht werden.

SPD-Chefhaushälter Johannes Kahrs sagte dem "Handelsblatt", Kammenos schade mit seinen "halbstarken Sprüchen" seinem Land. Zugleich müsse Europa die Griechen "mehr unterstützen", um den Flüchtlingszustrom zu bewältigen. Der Chef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, sprach von einem "infamen" Versuch Athens, seine Partnerstaaten zu "erpressen". Er forderte ein "unverzügliches und endgültiges" Ende der finanziellen Unterstützung für den Krisenstaat.

Verteidigungsminister Kammenos hatte am Sonntag vor Anhängern gesagt, wenn die Euro-Partner Athen im Schuldenstreit "misshandeln", dann müssten sie wissen, "dass wir morgen früh den Dublin-Vertrag aufkündigen, die illegal eingereisten Einwanderer Papiere erhalten und nach Berlin aufbrechen". Unter den Flüchtlingen gebe es einige, "die durch das Netz geschlüpft sind und dem Islamischen Staat angehören". Es wäre "die Verantwortung Europas, das entschieden hat, Griechenland zu schlagen", fügte der Minister hinzu.

afp

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