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Politik Anschlag in Kundus: Drei deutsche Soldaten verletzt
Mehr Welt Politik Anschlag in Kundus: Drei deutsche Soldaten verletzt
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08:46 22.11.2010
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Bei einem Bombenanschlag auf einen Bundeswehrkonvoi in der afghanischen Provinz Kundus sind drei deutsche Soldaten verletzt worden. Quelle: AP (Symbolbild)
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Drei Bundeswehrsoldaten sind am Montag in der nordafghanischen Provinz Kundus bei einem Bombenanschlag der Taliban verletzt worden. Der am Straßenrand versteckte Sprengsatz sei explodiert, als der deutsche Konvoi vorbeifuhr, teilte das Einsatzführungskommando in Potsdam der Nachrichtenagentur dpa mit. Die Verletzten würden im Rettungslazarett behandelt. Es bestehe keine Lebensgefahr. Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse müssten sie auch nicht ausgeflogen werden. Die Taliban bekannten sich zu der Tat.

Nach Angaben eines Bundeswehrsprechers in Kundus ereignete sich der Angriff am Ortsausgang von Kundus-Stadt, auf der Straße in den Unruhedistrikt Char Darah. Die Soldaten seien in einem Radpanzer vom Typ „Fennek“ unterwegs gewesen. Das Fahrzeug sei beschädigt worden. Der stellvertretende Polizeichef der Provinz, Abdul Rahman Aqtaash, sagte, die Explosion habe es zerstört. Nach Bundeswehrangaben rückten deutsche Soldaten aus, um das Fahrzeug zu bergen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle verteidigte im ARD-Morgenmagazin den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Deutschland habe Verantwortung übernommen, um Afghanistan und seinen Bewohnern zu helfen und den islamistischen Taliban Einhalt zu gebieten. Am geplanten Abzug bis 2014 sei zwar festzuhalten. "Es geht darum, dass die Sicherheitsverantwotung an Afghanistan übertragen wird", sagte Westerwelle. Deutschland müsse aber auch nach 2014 beim Wiederaufbau des von 30 Jahren Krieg zerrütteten Landes helfen.

dpa/uk