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Politik Anschläge erhöhen Druck auf Obama
Mehr Welt Politik Anschläge erhöhen Druck auf Obama
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08:28 29.10.2009
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„Wir sehen, wie sich die Lage immer weiter verschlechtert, während der immer wieder verlängerte Entscheidungsprozess sich hinzieht“, sagte der republikanische Senator John McCain am Mittwoch (Ortszeit) dem Fernsehsender CBS. Die Verbündeteten seien zunehmend nervös und die Armeeführung frustriert, sagte der ehemalige Rivale Obamas im Kampf um das Präsidentenamt. Der Präsident müsse bald entscheiden, „die USA leben nicht in einem Vakuum.“

Das Weiße Haus wies McCains Forderung zurück. Es sei wichtig, dass Obama vor einer Entscheidung über die Entsendung zusätzlicher Truppen zuhöre und zu einer richtigen Einschätzung komme, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs. Der US-Oberbefehlshaber in Afghanistan, General Stanley McChrystal hat beim Präsidenten um die Entsendung von 40.000 zusätzlichen Soldaten ersucht. Wegen der hohen Verluste der US-Armee in dem Land will Obama seine Entscheidung aber sorgfältig abwägen.

In Afghanistan waren am Mitwoch bei einem Angriff von Taliban-Rebellen auf ein UN-Gästehaus im Zentrum Kabuls mindestens neun Menschen getötet worden. In der pakistanischen Stadt Peshawar starben nach neuen Angaben mindestens 105 Menschen bei einem Autobombenanschlag auf einem Markt. Der Anschlag ereignete sich während des Besuchs von US-Außenministerin Hillary Clinton in Pakistan. Das Land ist ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen das Terrornetzwerk El Kaida und die radikalislamischen Taliban.

afp

28.10.2009
Reinhard Urschel 28.10.2009