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Politik Täter chattete vor Anschlag mit Unbekanntem
Mehr Welt Politik Täter chattete vor Anschlag mit Unbekanntem
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13:36 27.07.2016
Foto: Zwölf Menschen wurden bei einem Bombenanschlag im fränkischen Ansbach verletzt.
Zwölf Menschen wurden bei einem Bombenanschlag im fränkischen Ansbach verletzt. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
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Ansbach/Gmund

Nach dem Bombenanschlag in Ansbach haben die Ermittler Hinweise darauf entdeckt, dass der Attentäter von einer unbekannten Person in einem Chat direkt beeinflusst wurde. "Es hat offensichtlich einen unmittelbaren Kontakt mit jemandem gegeben, der maßgeblich auf dieses Attentatsgeschehen Einfluss genommen hat", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch am Rande einer Kabinettsklausur am Tegernsee.

Ob es sich dabei um einen Kontakt zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehandelt haben könnte handelte, konnte Herrmann nicht sagen, dies sei Gegenstand der Ermittlungen. Man wisse auch noch nicht, wo sich der Chat-Partner des Mannes aufgehalten habe.

Ermittler stoßen auf "intensiven Chat"

Bei der Auswertung der Handys des Täters seien die Ermittler auf diesen "intensiven Chat" gestoßen, berichtete Herrmann und fügte hinzu: "Der Chat endet unmittelbar wohl vor dem Attentat."

Herrmann sagte, man wisse noch nicht, wie lange der Chat-Kontakt bereits bestanden habe - ob das Wochen oder Monate zurückreiche oder gar noch länger.

Zwölf Menschen bei Bombeanschlag verletzt

Bei dem Anschlag eines 27 Jahre alten syrischen Flüchtlings wurden Sonntagnacht zwölf Menschen verletzt. Bei dem Anschlag handelt es sich um einen Anschlag mit islamistischer Überzeugung des Täters, sagte Herrmann. Der Mann beziehe sich auf Abu Bakr al-Bagdadi, den Anführer der Terrormiliz IS. Auf einem Handy gebe es eine Anschlagsdrohung des Täters selbst als Video. Er kündige einen Racheakt gegen Deutsche an als Vergeltung, weil sie Muslime umbrächten.

In einer ersten Übersetzung des arabischen Textes heiße es, der Täter handle im Namen Allahs. Auch die Dschihadistenmiliz IS hat sich zu dem Anschlag geäußert, und den Attentäter als einen ihrer "Soldaten" bezeichnet.

dpa/RND

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