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Politik Alle sechs Verdächtigen nach Indymedia-Randale in Leipzig wieder frei
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15:54 27.01.2020
Neben Attacken gegen Polizisten und Journalisten gab es auch zerbrochene Scheiben: Während der Demonstration gegen das Verbot der Plattform "Linksunten.Indymedia" kam es zu Ausschreitungen.
Neben Attacken gegen Polizisten und Journalisten gab es auch zerbrochene Scheiben: Während der Demonstration gegen das Verbot der Plattform "Linksunten.Indymedia" kam es zu Ausschreitungen. Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
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Leipzig

Die sechs Verdächtigen, die nach den Steinwürfen bei der Indymedia-Demonstration in Leipzig festgenommen worden waren, sind wieder auf freiem Fuß. Es lägen keine Haftgründe vor, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Leipzig. Gegen die vier Männer und zwei Frauen im Alter von 18 bis 39 Jahren werde aber weiter wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt. Von den sechs Verdächtigen stamme nur einer aus Leipzig, die anderen kämen aus Nordrhein-Westfalen. Die Journalisten-Gewerkschaft dju kritisierte, dass bei dem angeblichen Protest für Pressefreiheit auch Journalisten bedroht worden waren.

Für die Demonstration gegen das Verbot der Plattform "Linksunten.Indymedia" war bundesweit mobilisiert worden. Sie war am Samstagabend nach zunächst friedlichem Beginn eskaliert. Vermummte Randalierer warfen Steine und Böller auf die Polizei. Zudem gingen Scheiben an Autos zu Bruch sowie das Glas eines Wartehäuschens der Straßenbahn. Laut Ordnungsamt der Stadt hatten sich rund 1600 Menschen an der Demonstration beteiligt. Anlass war die Verhandlung über Klagen gegen das Verbot von "Linksunten.Indymedia" an diesem Mittwoch (29.) am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Stadt Leipzig prüft Höhe der Schäden

Unklar war zunächst die Höhe des Sachschadens, den die Randalierer angerichtet haben. Die Stadtverwaltung war am Montag dabei, alle Schäden zu erfassen. Die Supermarktkette Konsum, deren Schaufenster und Tür von Steinen getroffen worden waren, bezifferte die Summe ihres Schadens auf etwa 1000 Euro. Die Filiale war während der Demo eigentlich noch geöffnet, hatte aber vorsorglich geschlossen, als die Protestierer vorbeizogen. "Durch den Vorfall entstand glücklicherweise nur Sachschaden", erklärte Konsum-Sprecher Matthias Benz.

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Der Artikel "Alle sechs Verdächtigen nach Indymedia-Randale in Leipzig wieder frei" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.