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Politik Al-Quaida hat angeblich einen neuen Chef
Mehr Welt Politik Al-Quaida hat angeblich einen neuen Chef
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10:59 18.05.2011
Ein undatiertes Foto des FBI zeigt Mohammed Ibrahim Makkawi. Quelle: Reuters
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Ein ehemaliger ägyptischer Armeeoffizier soll die Nachfolge des Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden antreten. Das meldete der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf einen Aussteiger aus dem Terroristenmilieu. Angeblich soll der Ägypter, der sich den Kampfnamen Saif al-Adel („Schwert des Rechts“) gegeben hatte, für eine Übergangszeit die Führung übernehmen. Anschließend solle die komplette Führungsebene des Terrornetzwerks an der Auswahl eines neuen Chefs beteiligt werden.

In Islamistenkreisen wird diese Nachricht allerdings noch angezweifelt. Die arabische Tageszeitung „Al-Sharq Al-Awsat“ berichtete am Mittwoch, mehrere arabische Islamisten warteten noch auf eine Art „offizielle Erklärung“ des Terrornetzwerkes Al-Kaida zur Frage der Nachfolge.

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Mohammed Ibrahim Makkawi, alias Saif al-Adel, war nach Erkenntnissen amerikanischer Ermittler an der Planung der Terroranschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 beteiligt. Nach dem Sturz des Taliban-Regimes im Winter 2001 soll er von Afghanistan in den Iran geflohen sein. Der Geheimdienst von Saudi-Arabien vermutet, dass er zu den Drahtziehern der Selbstmordattacken auf Ausländer-Wohnsiedlungen in Riad 2003 gehört. Später sollen die Iraner ihm die Ausreise nach Pakistan erlaubt haben.

Der Endvierziger, der einst einer Spezialeinheit der ägyptischen Armee angehört hatte, ist bisher vor allem als militärischer Führer der Terroristen in Erscheinung getreten und nicht als Ideologe. Die Rolle des Vordenkers spielt im Al-Kaida-Netzwerk aktuell vor allem der Ägypter Eiman al-Sawahiri. Seif al-Adel und Al-Sawahiri (59) kennen sich noch aus der Zeit, in der sie beide der ägyptischen Terrororganisation Islamischer Dschihad angehörten.

dpa

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