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Politik Ahmadinedschad steuert auf zweite Amtszeit zu
Mehr Welt Politik Ahmadinedschad steuert auf zweite Amtszeit zu
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09:23 13.06.2009
Irans Staatschef Mahmud Ahmadinedschad liegt nach den bislang ausgezählten Stimmen vorn. Quelle: Atta Kenare/afp

Sein aussichtsreichster Herausforderer, der gemäßigt Konservative Mir Hossein Mussawi, erreichte 32,6 Prozent, wie die Wahlkommission des Innenministeriums am Samstag mitteilte.

Gegen 4.20 Uhr MESZ waren laut der Wahlkommission im Innenministerium fast 29 Millionen Stimmzettel aus dem ganzen Land ausgewertet. Den vorläufigen Angaben zufolge erzielte Ahmadinedschad fast 19 Millionen Stimmen und lag damit mit mehr als 9,5 Millionen Stimmen vor Mussawi. Die beiden weiteren Herausforderer Ahmadinedschads, der frühere Chef der Revolutionsgarden Mohsen Resai und Ex-Parlamentspräsident Mehdi Karubi, landeten den jüngsten Teilergebnissen zufolge deutlich abgeschlagen auf dem dritten und vierten Platz. Insgesamt waren etwa 46 Millionen Iraner zum Urnengang aufgerufen gewesen.

Schon vor der Bekanntgabe des offiziellen Endergebnisses hatte sich das Lager Ahmadinedschads den Amtsinhaber zum Sieger der Wahl erklärt. Die Zahl der für Ahmadinedschad abgegebenen Stimmen mache „jeden Zweifel“ an seinem Sieg hinfällig, sagte ein Vertreter aus seinem Wahlkampfteam nach Auszählung von mehr als zwei Dritteln der Stimmen, wie die Nachrichtenagentur Fars am Samstag meldete. In der Hauptstadt Teheran feierten Anhänger Ahmadinedschads den erwarteten Sieg ihres Kandidaten auf den Straßen. Stunden zuvor hatte bereits das Lager von Mussawi den Sieg für seinen Kandidaten beansprucht. Mussawi und seine Anhänger sprachen von einer Manipulierung des Urnengangs und Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe.

Nach Bekanntgabe der ersten Ergebnisse gab das Innenministerium vorerst keine Informationen zur Wahlbeteiligung heraus. Ein früherer ranghoher Vertreter des Nationalen Sicherheitsrats des Irans, Agha Mohammadi, hatte vorhergesagt, die Wahlbeteiligung werde bei 70 Prozent liegen. Der Andrang an den Wahlurnen war am Freitag so groß, dass die Wahllokale länger als ursprünglich geplant geöffnet hatten. Die relativ geringe Wahlbeteiligung in der ersten Runde der Präsidentenwahl im Iran im Jahr 2005 gilt als einer der Hauptgründe für den überraschenden Sieg des damaligen Außenseiters Ahmadinedschad vor vier Jahren.
Bei einer Wiederwahl wäre es für Ahmadinedschad die zweite Amtszeit. Der Politiker stand vor der Wahl vor allem wegen seiner verschwenderischen Wirtschaftspolitik in der Kritik. International ging Ahmadinedschad mit seiner Atompolitik und harschen Äußerungen über Israel auf Konfrontationskurs.

US-Präsident Barack Obama, der im Vorfeld keinen der Kandidaten öffentlich unterstützt hatte, sagte am Freitag, die Entscheidung der Wahl gehöre den Iranern. Es könne jedoch „ebenso wie im Libanon“ passieren, dass die Menschen „neue Möglichkeiten in Betracht ziehen“. Dort war das pro-westliche Lager nach den Parlamentswahlen als Sieger über die israelfeindliche Hisbollah hervorgegangen. „Wer auch immer am Ende die Wahl gewinnt, die Tatsache, dass es dort eine lebhafte Debatte gab, wird uns helfen, neue Wege im gemeinsamen Dialog einzuschlagen“, sagte Obama.

afp

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