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Politik Nach Medienbericht: Weidel von der AfD bestreitet Pakt mit Höcke
Mehr Welt Politik Nach Medienbericht: Weidel von der AfD bestreitet Pakt mit Höcke
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16:34 12.07.2019
Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD. Quelle: dpa
Berlin

Die AfD-Fraktionschefin Alice Weidel soll öffentliche Kritik am rechtsnationalen „Flügel“ ihrer Partei in jüngster Zeit vermeiden, weil sie mit dessen Kopf Björn Höcke einen gegenseitigen Nichtangriffs-Pakt geschlossen habe. Das behauptet ein Bericht des „Spiegel“. Weidel selbst weist das zurück: „Es gibt kein Bündnis. Das ist völliger Unsinn“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Als Fraktionsvorsitzende muss ich immer zu Gesprächen bereit sein.“

Ein Sprecher Weidels hatte gegenüber dem „Spiegel“ bestätigt, dass es Treffen zwischen ihr und Höcke gegeben habe. Allerdings schränkte er ein: „Da ist kein Pakt geschlossen worden.“ Die beiden hätten einander lediglich ihre jeweiligen Sichtweisen und Standpunkte dargelegt. Weidel sagte dem RND: „Aus Gesprächen ein Bündnis zu machen ist Unsinn. Als Fraktionsvorsitzende muss ich immer zum Dialog bereit sein.“

Vermittelt habe die Zusammenkünfte der rechte Verleger Götz Kubitschek. Er ist kein AfD-Mitglied, gilt aber als eine Art Vordenker des „Flügels“ und als Vertrauter von Höcke. Kubitschek, Mitbegründer des neurechten Instituts für Staatspolitik (IfS), hatte Weidel für kommenden September als Gastrednerin für die IfS-Sommerakademie in Schnellroda eingeladen und sie zuletzt als „kluge, offene, belesene Frau“ gelobt.

Götz Kubitschek, Verleger, Publizist und politischer Aktivist der Neuen Rechten soll Weidel und Höcke zusammengebracht haben. Quelle: dpa

Richtungsstreit in der AfD

Noch im Februar 2017 hatte Weidel ein Parteiausschlussverfahren des damaligen Bundesvorstandes gegen Höcke unterstützt. Das Thüringer Landesschiedsgericht der AfD lehnte den Ausschlussantrag des Parteivorstandes 2018 jedoch ab. Der neue Bundesvorstand verfolgte das Anliegen daraufhin nicht weiter.

Zahlreiche Mandatsträger der AfD hatten sich diese Woche kritisch zum „Personenkult“ um Höcke und zu dessen Verbalattacken auf den Parteivorstand geäußert. Weidel hatte sich dieser Kritik nicht angeschlossen. Stattdessen rief sie gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Jungen Alternative, Damian Lohr, dazu auf, interne Konflikte nicht in die Öffentlichkeit zu tragen.

Von RND/man/dpa

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