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Politik AOK hält an “Ärzte-TÜV“ fest
Mehr Welt Politik AOK hält an “Ärzte-TÜV“ fest
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07:38 19.06.2009

Er könne sich die Reaktionen der Ärzte-Verbände „so nicht erklären“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der AOK, Jürgen Graalmann, am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“. „Wir bekommen jenseits der Verbände von einzelnen Ärzten durchaus großen Zuspruch“, fügte er hinzu.

Das ab 2010 geplante Internet-Portal, in dem Patienten ihre Ärzte bewerten können, solle „seriös, zuverlässig und aussagekräftig“ sein, versicherte Graalmann. „Wir wollen keinem vorschreiben, zu welchem Arzt er geht. Das soll nur eine Orientierungshilfe sein.“ Die Eingabe von Freitexten, die etwa Verunglimpfungen enthalten könnten, werde nicht möglich sein, betonte er.

Graalmann räumte zugleich ein, dass der “Ärzte-Navigator“ der AOK auch einen Vorteil im Wettbewerb mit anderen Krankenkassen verschaffen solle. „Wir glauben, dass wir mit solchen Portalen unseren Versicherten einen Mehrwert geben können.“

Rückendeckung bekommt das Projekt von der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Elke Ferner. Die Patienten bräuchten „eine Wegweisung“ und dürften in ihrem Urteilsvermögen nicht unterschätzt werden, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Wenn einzelne Ärzte dem gebotenen Vertrauensverhältnis zum Patienten nicht gerecht würden, solle man den Patienten die Möglichkeit geben, dies öffentlich zu machen.

Die Bundesärztekammer lehnt das Vorhaben weiter strikt ab. Patienten könnten lediglich „Soft-Qualitäten“ wie die Verständlichkeit des Arztes oder seine Praxisorganisation bewerten, sagte der stellvertretende Vorsitzende Frank-Ulrich Montgomery.

ddp

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