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Politik 313 Festnahmen nach religiös motivierten Unruhen in Nigeria
Mehr Welt Politik 313 Festnahmen nach religiös motivierten Unruhen in Nigeria
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19:06 25.01.2010
Bei Unruhen in Nigeria wurden 313 Verdächtige festgenommen. Quelle: dpa
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Die Zahl der Getöteten wurde inzwischen auf rund 500 geschätzt.
Zahlreiche Leichen wurden aus einem Schacht und Brunnen in dem früheren Bergbaudorf Kuru Karama geborgen und beerdigt. Eine offizielle Opferzahl der am Sonntag vor einer Woche ausgebrochenen Unruhen gab es weiter nicht. Ein Sprecher der Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch (HRW) sagte der Nachrichtenagentur AFP am Wochenende unter Berufung auf muslimische Behördenvertreter, bei 364 Todesopfern handele es sich um Muslime.

Wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) unter Berufung auf Augenzeugen berichtete, war das muslimische Dorf Kuru Karama am Dienstag von bewaffneten Männern angegriffen worden. Bei den Angreifern soll es sich um Christen gehandelt haben. Sie töteten demnach zahlreiche Menschen auf der Flucht, andere wurden bei lebendigem Leib verbrannt. Ein muslimischer Behördenvertreter sagte HRW, unter den Toten seien auch 22 Kinder.

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Jos liegt an der Nahtstelle zwischen dem mehrheitlich muslimischen Norden und dem christlich-animistisch geprägten Süden Nigerias. In den vergangenen Jahren gab es in der Region immer wieder Zusammenstöße zwischen Christen und Muslimen, im Jahr 2008 wurden dabei 200 Menschen getötet.

afp