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Welt Pink kommt 2019 nach Deutschland
Mehr Welt Pink kommt 2019 nach Deutschland
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11:15 16.10.2018
Action und Entertainment: Die US-amerikanische Sängerin Pink (l.) singt am 11.08.2017 in Berlin in der Waldbühne auf der Bühne. Pop-Eye
Action und Entertainment: Die US-amerikanische Sängerin Pink (l.) singt am 11.08.2017 in Berlin in der Waldbühne auf der Bühne. Pop-Eye
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Hannover

Pink kommt wieder auf Deutschlandtour. Die Amerikanerin aus Pennsylvania, die bürgerlich Alecia Beth Moore heißt, und deren Stern im Jahr 2000 mit dem Debütalbum „Can’t Take Me Home“ aufging, hat sich zu einer der großen Entertainerinnen des Showbiz im 21. Jahrhundert entwickelt.

Pink wurde schnell eine der größten Showtalente der Welt

Was anfangs nach einem reinen Dance-Act aussah, wurde schnell zu einer der wandlungsfähigsten Sängerinnen des Mainstream-Poprock. Mit einem unglaublichen Gespür für Hits und einer mitreißenden Live-Performance. Gestern wurde nun für 2019 die erste Deutschlandtour seit fünf Jahren angekündigt. Was der Zuschauer erwarten darf, kündigt bereits der Tourtitel an: „Beautiful Trauma“ – man soll hier aufs Schönste traumatisiert werden.

Das konnte Pink eigentlich schon immer. 2004 startete sie ihre Deutschlandtour in Hannover, trug einen Feldherren-Helmbusch zu einem Kostüm, bei dessen Gestaltung Gott Eros höchstselbst Hand angelegt haben könnte. Im Käfig schwebte sie von der Decke, Stolz und Angriffslust im Blick.

Und vom ersten kehligen Knurren ihrer Stimme hatte sie die 7500 in der Halle zur treuen Gefolgschaft. Eine grandiose Göre mit mächtig Sexappeal auf dem Weg zur Göttin. Viel wurde geboten – Westernballett, Spiegeltanz und ein wenig Lap-Dance mit „Kristschän, einem Jüngling aus dem Publikum, der vorsichtshalber festgezurrt wurde. Und als sie Janis Joplins „Me & Bobbie McGhee“ und „Piece of my Heart“ sang, gehüllt in die US-Flagge, kroch den Zuschauern das fiebrige Timbre förmlich über die Haut.

Pink: Zwischenfall in Hannovers TUI-Arena 2006

Unvergessen auch die nächste Tour – zwei Jahre später. „Heut’ Nacht mach’ ich, was ich will“, knurrte sie 2006 noch vor dem ersten Song von der Bühne, und zwar, hey, „weil ich es kann!“ Die Stimme von Alecia Moore Superstar klang in „Cuz I can“ wie ein Fletschen, die Gitarre stotterte Glam-Kürzel in die Saalnacht. Alles klar – ein Mittelfinger in Sound, ein biestiges Lied mit Marschrhythmus, im Suzi-Quatro-Stil. Hommage an jene Frau aus Detroit, die 1972 als Erste im Rock verquickte, wofür Pink im neuen Millennium stand: Sexappeal, weibliches Selbstbewusstsein, richtig viel Rock.

Und: politische Haltung. Ausgerechnet als sie damals ihren Anti-Bush-Junior-Song „Dear Mr. President“ singen wollte, setzte die Lüftung in der hannoverschen Halle ein, was über die Anlage klang, als setzten Hubschrauber vom Weißen Haus zur Landung an. Irritation. Minutenlanges Getöse. „Nimmt mich mal wer in der Arm“, bat Pink.

Einer kraxelte hoch und tats, worauf der Lärm sofort stoppte. Dann nochmal von vorn: „Dear Mr. President, wie kannst du schlafen?“ Ein unvergesslicher Moment. Böse Zungen hatten ihr Kalkül vorgeworfen, sie politischer Naivität geziehen. Aber bis heute gilt: Besser, man sagt was, als man sagt nix, oder? Courage toppt Zynismus.

Fliegende Pink – 2013 war die Künstlerin ihren Fans ganz nah

Aller guten Dinge sind drei: Pink 2013 – da flog sie sogar durch die TUI-Arena. Wer gegenüber der Bühne saß, ganz hinten und ganz oben in den Gepäcknetzen der TUI-Arena, der sah Unglaubliches.

Denn, huch, bei „So What“, der Zugabe, stand Popstar Pink plötzlich knapp unterm Hallendach in den Lüften, breitete die Arme aus wie ein Engel und war den hintersten Hinterbänklern zum Greifen nah. Eingespannt in eine Vorrichtung aus Gürtel und Seilen schwebte und purzelbaumte die Furchtlose übers Publikum weg, sang dazu aus Leibeskräften „I’m still a rockstar, I got my rock moves“ und flog dann gleich noch eine Runde. Akrobatin schön!

Sieben Open-Air-Termine im Sommer 2019

Und so ist auch für 2019 Sensationelles zu erwarten. Sieben Deutschlandkonzerte sind angekündigt. Die Open-Air-Termine beginnen am 5. Juli in Köln (RheinEnergie Stadion) und führen Pink nach Hamburg (8. Juli, Volksparkstadion), Stuttgart (10. Juli, Mercedes-Benz Arena), Hannover (12. Juli. HDI Arena), Berlin (14.07. Olympiastadion), Frankfurt (22.07. Commerzbank Arena) sowie zum Abschluss nach München (26.07. Olympiastadion).

Tickets sind ab Mittwoch, 17.10., 10 Uhr im exklusiven Presale unter www.eventim.de erhältlich, der offizielle Vorverkauf beginnt am Samstag, 20.10. um 10 Uhr an allen autorisierten Vorverkaufsstellen. Details der Show sollen nicht verraten werden. Ein Journalist des Branchenblatts „Variety“ beschrieb den Start der „Beautiful Trauma World Tour“ im März 2018 aber enthusiastisch: „Ich kann ohne jede Übertreibung sagen, dass in all den Jahrzehnten, in denen ich bereits zu Konzerten gehe und darüber berichte, Pink physisch die ‚holy f---ing s---’ Künstlerin ist, die ich je als Popact gesehen habe”.

Von Matthias Halbig / RND

Der Artikel "Pink kommt 2019 nach Deutschland" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.