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Panorama Zwei Männer sterben bei Unfall
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11:52 14.05.2012
Von Heike Manssen
Feuerwehrleute können nur noch das Autowrack, in dem zwei junge Männer starben, löschen. Quelle: dpa
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Rotenburg

Es war ein Unfall, bei dem es keine Überlebenden gab, bei dem jede Hilfe aussichtslos war. Den Rettungskräften bot sich ein grausames Bild, als sie am Sonnabend gegen 20 Uhr zur Unfallstelle in der Nähe von Scheeßel (Kreis Rotenburg) gerufen wurden. Ein 27-jähriger Mann aus Stemmen und sein aus Scheeßel stammender 25-jähriger Freund verbrannten in ihrem Auto, das zuvor gegen einen Straßenbaum auf der Kreisstraße 216 prallte und Feuer fing.

Nach Angaben der Polizei verlor der 27-jährige Fahrer auf regennasser Strasse mit „unangepasster und vermutlich auch völlig überhöhter Geschwindigkeit“ in einer leichten Rechtskurve die Gewalt über den Wagen. Der 200 PS starke Mercedes stellte sich quer, prallte mit der linken Seite gegen einen Straßenbaum und wurde dabei in zwei Teile gerissen. Die Front des Autos lag mehr als 50 Meter vom Heck entfernt, 100 Meter weiter fanden Polizeibeamte das Lenkrad. „Niemand hatte eine Chance, diese Wucht zu überleben“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

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Vermutlich entzündete sich durch den Aufprall Benzin oder Öl, sodass das Heck mit den Insassen Feuer fing. Ein Mann, der an der Unfallstelle vorbeikam, konnte nicht mehr helfen und nur noch die Polizei verständigen. Die herbeigerufenen Retter löschten das Autowrack und bargen anschließend die Leichen.

Die Nachricht von dem Unfall verbreitete sich schnell. So kam es auch, dass die Freundin des 27-jährigen Fahrers - sie hatte sich schon Sorgen gemacht, wo die beiden Männer so lange blieben - am Unfallort eintraf. Als sie das ausgebrannte Autowrack sah, brach die junge Frau nach einem Schock zusammen und musste von Notfallseelsorgern behandelt werden.

Nur kurze Zeit vor dem Unfall hatte die Polizei noch Geschwindigkeitsmessungen in unmittelbarer Nähe des Unfallortes gemacht. In nur 50 Minuten hatten die Beamten acht zum Teil junge Autofahrer gestoppt, die zu schnell waren. So auch einen 26-Jährigen, der mit 181 km/h statt der erlaubten 80 km/h unterwegs war. „Die Kollegen kamen gerade von ihrer Kontrolle zurück, dann kam der Notruf“, sagte ein Sprecher.

Erst im vergangenen November gab es in Scheeßel-Ostervesede einen schweren Unfall, bei dem zwei 20-jährige BMW-Insassen ums Leben kamen. Auch hier geht die Polizei von überhöhter Geschwindigkeit als Unfallursache aus.