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Panorama Zwei Leichen in Brandenburg gefunden: War es ein Auftragsmord der Mafia?
Mehr Welt Panorama Zwei Leichen in Brandenburg gefunden: War es ein Auftragsmord der Mafia?
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14:54 14.05.2019
Eine Kriminaltechnikerin im Schutzanzug geht über ein Grundstück. Zwei Männerleichen sind in einer Wohnung in der südbrandenburgischen Kleinstadt Forst entdeckt worden. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
Forst

Nach dem Fund zweier Männerleichen in der südbrandenburgischen Kleinstadt Forst (Spree-Neiße) ist laut Polizei klar, dass die Männer Opfer eines Gewaltverbrechens wurden. Zu den Hintergründen der Tat äußert sich die Polizei bislang nicht. Die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ) berichtet allerdings, dass es sich offenbar um eine Auftragstat aus dem Bereich der organisierten Kriminalität handeln soll. Die Schüsse, an deren Folgen die beiden Männer starben, ließen auf eine regelrechte Hinrichtung schließen und wiesen in Richtung eines mafia-ähnlichen Hintergrunds, berichtet die MAZ weiter.

Nach Informationen der Zeitung sind die beiden am Montag aufgefunden Toten serbische Staatsbürger. Bei einem der Toten soll es sich um einen Informanten des Bundeskriminalamts handeln, berichtet die MAZ weiter. Die Bundesbehörde habe deshalb in weiten Teilen die Ermittlungen übernommen. Ein dritter Serbe habe sich bei den Behörden gemeldet, berichtet die Zeitung – er sei schwer verletzt und befinde sich derzeit in ärztlicher Obhut. Offiziell machten die Ermittler zur Identität der beiden Männer keine Angaben.

Parallelen zu mysteriösen Leichenfunde in Bayern und Niedersachsen

Die beiden Leichen wurden am Montagmorgen in einer Wohnung in Forst entdeckt. Aufgrund der Situation, in der die beiden aufgefunden wurden, geht die Polizei von einem Verbrechen aus. Weitere Details wollte die Behörde aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst aber nicht nennen. Die MAZ berichtet allerdings, dass die Polizei mehrere Schusswaffen mit Schalldämpfern am Ort eines Waldbrandes fanden, der in der Nähe von Forst ausgebrochen war.

Der Fall erinnert an die mysteriösen Leichenfunde in Bayern und Niedersachsen vom vergangenen Wochenende. Drei mit Armbrustpfeilen getötete Menschen waren in einer Passauer Pension, zwei Leichen in einer Wohnung in einer niedersächsischen Kleinstadt gefunden worden. Auch in diesen Fällen waren die Hintergründe zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft Cottbus geht bislang aber nicht davon aus, dass es eine Verbindung zwischen den Taten gibt.

Bei den Ermittlungen am Montag waren zwei verdächtige abgestellte Autos in der Nähe des betroffenen Wohnhauses entdeckt worden. Sprengstoffspezialisten untersuchten die Autos. Rund 116 Anwohner mussten vorläufig ihre Wohnungen verlassen, konnten aber am Nachmittag wieder in ihre Wohnungen.

Von RND/seb/dpa