Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Hirnentzündung nach Verzehr von Ziegenmilch
Mehr Welt Panorama Hirnentzündung nach Verzehr von Ziegenmilch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:57 22.06.2016
In der Regel wird FSME durch einen Zeckenstich übertragen. Eine Übertragung durch virusinfizierte Milch von Ziegen und Schafen ist sehr selten. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
Anzeige
Reutlingen

Proben der Tiere und frisch produzierter Lebensmittel hätten den Verdacht bestätigt, teilte das Landratsamt Biberach mit. Einige Rohmilchprodukte eines Ziegenhofs in Zwiefalten bei Reutlingen seien mit dem FSME-Virus verunreinigt. Die Rohmilchprodukte wurden der Behörde zufolge umgehend aus dem Verkauf genommen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist eine FSME-Übertragung durch virusinfizierte Milch von Ziegen und Schafen sehr selten. Noch unwahrscheinlicher sei die Weitergabe durch Kuhmilch.

Anzeige

Ärzte raten zur Schutzimpfung

In der Regel wird FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) durch einen Zeckenstich übertragen. Das Landratsamt erklärte, auch Tiere könnten sich mit dem Virus infizieren und es noch einige Tage lang mit der Milch ausscheiden. Baden-Württemberg ist ein FSME-Risikogebiet.

Die meisten FSME-Infizierten bleiben beschwerdefrei. Andere haben grippeähnliche Symptome wie Fieber und Gelenkbeschwerden. In besonders schweren Fällen kommt es zur Entzündung des Gehirns beziehungsweise der Hirnhäute; auch das Rückenmark kann betroffen sein.

Für die Behandlung der FSME gibt es keine Medikamente. Ärzte raten zur Schutzimpfung in Risikogebieten. Nach Angaben des Südwestrundfunks (SWR) geht es dem betroffenen Vater und seinem Sohn wieder gut. Sie waren Anfang Mai an einer Hirnhautentzündung erkrankt.

dpa/RND

22.06.2016
Panorama Verfolgungsjagd mit der Polizei - Diebe brechen mit Bagger in Supermarkt ein
22.06.2016
Panorama Hitzewarnung für Niedersachsen - Über 30 Grad: Heute wird es richtig heiß!
23.06.2016