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Panorama Zum dritten Mal innerhalb von vier Wochen: Jugendliche randalieren – Polizei räumt Freibad
Mehr Welt Panorama Zum dritten Mal innerhalb von vier Wochen: Jugendliche randalieren – Polizei räumt Freibad
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19:53 27.07.2019
Immer wieder sorgt das Rheinbad für Schlagzeilen. Quelle: Roland Weihrauch/dpa
Düsseldorf

Zwischenfall in einem Düsseldorfer Freibad: Ein Gruppe Jugendlicher randaliert, die Polizei muss mit einem Großaufgebot anrücken, das Bad wird geräumt. Was war genau passiert?

Rund 60 Jugendliche sollen eine Wasserrutsche besetzt und anderen Badegästen das Rutschen verboten haben. Als die Bademeister eingriffen, hätte die Jugendgruppe sie beleidigt und bedroht.

Wie der WDR berichtet, kam auch der private Sicherheitsdienst des Freibades nicht gegen die Jugendlich an – er rief die Polizei. Die rückte mit einem Großaufgebot und 18 Streifenwagen an. Daraufhin sollen die Jugendlichen das Düsseldorfer Freibad verlassen haben.

„Vollkommen inakzeptable Provokation“

Nach Polizeiangaben habe es sich dabei ausschließlich um Personen nordafrikanischer Herkunft gehandelt. 1500 Badegäste waren zum Zeitpunkt der Räumung am Freitagabend im Rheinbad. Am Samstag hatte das Bad wieder geöffnet und das Security-Personal erneut verstärkt.

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Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) sieht Handlungsbedarf. Die erneute Provokation sei „vollkommen inakzeptabel“, erklärte er am Samstag. Die Bürger müssten sich jederzeit in den Bädern der Stadt sicher fühlen. Er werde sich vor Ort über die Missstände und mögliche Sofortmaßnahmen informieren und am Montag mit den Entscheidungsträgern im Rathaus über die notwendigen Konsequenzen sprechen. Die Stadt bestätigte bereits, dass künftig eine Ausweispflicht im Düsseldorfer Rheinbad herrschen wird.

Wiederholt Aggressive Besucher

Das Rheinbad musste bereits zum dritten Mal innerhalb von vier Wochen wegen aggressiver Besucher geräumt werden. Am letzten Juni-Wochenende hatten sich nach Polizeiangaben dort mehrere Hundert Jugendliche und junge Männer zusammengetan. Ihrer Sprache und ihrem Aussehen nach, seien viele von ihnen nordafrikanischer oder arabischer Herkunft gewesen, hatte ein Polizeisprecher damals gesagt.

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Von RND/dpa