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Panorama Zugbegleiter – manchmal ein riskanter Job
Mehr Welt Panorama Zugbegleiter – manchmal ein riskanter Job
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21:43 09.11.2012
Von Margit Kautenburger
Die Arbeit als Schaffner wird immer gefährlicher – die Gewaltbereitschaft in den Zügen steigt. Quelle: dpa
Hannover

Sorgen machen müssen sich vielmehr die Bahnmitarbeiter, denn sie werden immer öfter Opfer von Attacken. Vor allem Zugbegleiter und Sicherheitskräfte sind Zielscheibe der Aggression: Sie werden bespuckt, angerempelt, manchmal sogar verprügelt.

Oft passieren die Übergriffe während der Kontrollen. Schwarzfahrer lassen ihren Frust an Zugbegleitern aus. Oft ist dabei Alkohol im Spiel, vor allem rund um Fußballspiele oder am Wochenende, wenn viele Partygäste unterwegs sind. Auch weibliches Personal ist vor Übergriffen nicht sicher. Das musste eine Zugbegleiterin in der Bäderbahn auf der Insel Usedom erleben, die von einer neunköpfigen Gruppe unvermittelt angegriffen und krankenhausreif geschlagen wurde. „Wir registrieren immer wieder erschreckende Ereignisse“, räumt ein Bahnsprecher ein. In den ersten Monaten des Jahres habe es eine deutliche Zunahme der Gewalt gegeben. „Doch zum Glück hat sich der Trend wieder abgeschwächt.“

Dass Bahnmitarbeiter gefährlich leben, zeigt die Konzernstatistik. 866 Körperverletzungen in Zügen und Bahnhöfen hat es im ersten Halbjahr 2012 gegeben, ein Anstieg um knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.Nach unveröffentlichten Zahlen, die der „Spiegel“ aus einem als „vertraulich“ eingestuften Bericht zitiert, betrug der Zuwachs gemeldeter Angriffe auf Mitarbeiter der Bahn im ersten Halbjahr sogar 27,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Bahn sei ein Spiegel der Gesellschaft, alle Konflikte, die sich auf Plätzen und Straßen abspielten, fänden auch in den Zügen statt, heißt es dazu in der Konzernzentrale. „Wir raten unseren Mitarbeitern, alle Übergriffe anzuzeigen“, sagt der Bahnsprecher. Das Personal werde überdies auf Konfliktsituationen vorbereitet. Den Mitarbeiter genügt das nicht. Sie wünschen sich nach Umfragen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft mehr Schutz – nicht nur von Sicherheitspersonal, sondern auch von den Fahrgästen. Diese sähen oft weg, wenn Bahnpersonal attackiert werde.

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