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Panorama Zimmer verriegelt, Pässe einkassiert: Thomas-Cook-Urlaub wird zum Albtraum
Mehr Welt Panorama Zimmer verriegelt, Pässe einkassiert: Thomas-Cook-Urlaub wird zum Albtraum
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19:36 25.09.2019
Karin Laharnar aus Burgdorf mit ihrem Lebensgefährten in der Dominikanischen Republik. Quelle: Karin Laharnar
Hannover

Unzählige Urlauber wurden von der Pleite des Reiseunternehmens Thomas Cook überrascht - darunter auch eine Familie aus Burgdorf bei Hannover. Und für die hatte die Insolvenz dramatische Folgen, wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) berichtet.

Während ihres Urlaubs in der Dominikanischen Republik seien sie ebenso wie rund 100 weitere Gäste aus ihren Hotelzimmern ausgesperrt worden, sagte Karin Laharnar der Zeitung. Das Hotel habe die Reisepässe zurückgehalten, bei einigen Gästen auch das Gepäck und zudem die nochmalige Zahlung aller Reisekosten verlangt – andernfalls werde man die Polizei rufen. Im Fall der deutschen Familie mehr als 5000 Euro.

Hotelzimmertür ließ sich nicht mehr öffnen

Karin Laharnar ist dem Bericht zufolge mit ihrem Partner sowie ihrem Sohn und dessen Freundin seit 10. September auf den Malediven. Am Dienstag nahm der Schrecken dann seinen Lauf: Als die Urlauber vom Strand zurück ins Zimmer gehen wollten, hätten sie die Tür nicht mehr öffnen können. Ein Zimmermädchen habe ihnen dann geholfen, doch noch ins Zimmer zu gelangen und ihr Gepäck zu holen.

Thomas Cook beantragt Insolvenz - hunderttausende Urlauber betroffen

Anschließend der nächste Schock: Das Hotel forderte die Deutschen auf, den kompletten Reisepreis noch einmal zu bezahlen - in ihrem Fall über 5000 Euro. Die Urlauber schalteten daraufhin das Auswärtige Amt und den deutschen Botschafter in der Dominikanischen Republik ein. Bevor dieser am Dienstagabend in der Anlage eintraf, sei dann endlich Bewegung in die festgefahrene Situation gekommen, berichtete Laharnar der HAZ. Mithilfe eines Angestellten, mit dem sie sich öfter gut unterhalten hatten, sei es gelungen, die Pässe zu bekommen und das Hotel zu verlassen.

„Wir haben Riesenglück gehabt“, sagte Laharnar der HAZ. Die Burgdorfer wollten sich jetzt ein anderes Hotel suchen, in dem sie bis zum Rückflug am Montag bleiben können.

Lesen Sie auch: Thomas-Cook-Pleite: So bekommen Urlauber Geld zurück

RND/seb

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