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Panorama Wolf aus Goldenstedt biss in 31 Fällen zu
Mehr Welt Panorama Wolf aus Goldenstedt biss in 31 Fällen zu
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19:25 16.11.2015
Von Gabriele Schulte
 „Die Wölfin hat gelernt, dass Nutztiere eine leicht verfügbare Beute sind.“ Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Der als besonders gefräßig geltende Goldenstedter Wolf wird wohl nicht abgeschossen, sondern erst einmal mit einem Sender ausgerüstet. Das ist das Resultat ausführlicher DNA-Untersuchungen getöteter Tiere, die am Montag vom Wolfsbüro des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) veröffentlicht wurden. Nach diesen Untersuchungen sind fast die Hälfte aller Schafe, die in den vergangenen zwölf Monaten in den Kreisen Vechta und Diepholz gerissen wurden, Opfer des sogenannten Goldenstedter Wolfes, also einer einzelnen Wölfin, geworden. Von 71 getöteten Tieren seien der Wölfin 31 eindeutig zuzuordnen, teilte das Büro mit. Ob weitere tote Schafe auf das Konto des Tieres gehen, sei nicht ausgeschlossen, könne aber auch nicht genau festgestellt werden, hieß es. Insgesamt gab es in den beiden Kreisen vom 14. November 2014 bis zum 14. November 2015 genau 35 Angriffe, davon elf von der einen Wölfin.

Mit dem Tier hatte sich in der vergangenen Woche auch der niedersächsische Landtag befasst. FDP und CDU forderten den Abschuss der Wölfin, die es zu einiger Berühmtheit gebracht hat. Schäfer protestierten vor dem Parlament und forderten den sofortigen Abschuss des „Problemwolfes“. Das verlangten auch Abgeordnete von CDU und FDP, die betonten, das Tier könne auch hohe Zäune überwinden.

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Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) möchte das Tier dagegen mit einem Sender ausstatten. Der Abschuss sei nur die allerletzte Möglichkeit. Fast alle Angriffe auf Schafe ereigneten sich auf ungeschützten Weiden, nur zwei geschahen trotz eines Zaunes. Es gebe noch zu viele ungeschützte Weiden, erklärt das NLWKN. Dort hätten Wölfe einfaches Spiel. „Die ortstreue Wölfin hat gelernt, dass Nutztiere eine leicht verfügbare Beute sind“, sagt Nicola Georgy vom Wolfsbüro. Nach der Statistik geschahen 5 der 35 Angriffe nicht von Wölfen. So riss etwa ein Hund ein Kalb.

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