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Panorama Winterwetter hat Niedersachsen weiter im Griff
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17:54 17.01.2010
Der Winter hat Niedersachsen und Bremen weiter im Griff.
Der Winter hat Niedersachsen und Bremen weiter im Griff. Quelle: lni
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Die meisten Autobahnen waren am Nachmittag ganz oder teilweise geräumt. „Insgesamt sind die Leute von vorne herein vorsichtiger gefahren“, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Thieshope (Kreis Harburg). Dennoch hat es am Wochenende zahlreiche Unfälle gegeben, bei denen mindestens drei Menschen schwer und mehrere leicht verletzt wurden.

Vor allem der Landkreis Stade war betroffen. Bei Drochtersen kam nach Angaben der Polizei am Samstagabend eine 21-Jährige von der Straße ab und prallte gegen zwei Bäume. Sie selbst wurde dabei leicht, ihre 27 Jahre alte Beifahrerin lebensgefährlich verletzt. Bereits wenige Stunden zuvor waren in Harsefeld ein 52 Jahre alter Autofahrer und seine 41 Jahre alte Beifahrerin verunglückt. Beide kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der 52-Jährige hatte auf glatter Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren.

Bei weiteren Unfällen im Landkreis Stade wurden mehrere Autofahrer leicht verletzt. Einige Straßen mussten wegen Bergungsarbeiten kurzzeitig gesperrt werden. Staus habe es deswegen aber nicht gegeben, teilte die Polizei mit. Auch aus anderen Regionen wurden Unfälle gemeldet. Etliche Autos kamen von der Straße ab und fuhren gegen Bäume. Die meisten Unfälle gingen jedoch glimpflich aus.

In den Städten blieb es eher ruhig. „Bei dem komischen Wetter bleiben die Leute lieber zu Hause“, sagte ein Polizeisprecher in Hannover. Auch ein Polizeisprecher in Einbeck (Kreis Northeim) bestätigte: „Heute ist so gut wie gar kein Verkehr auf der Straße.“ Sorgen machen der Polizei dort mehr bis zu einem Meter lange Eiszapfen, die von den Dächern herunter hängen und zu fallen drohen. In Hannover krachten einige Zapfen auf Autos und verursachten Blechschäden.

Größerer Andrang herrschte im verschneiten Harz, wo es viele Ausflügler hinzog. „Es läuft aber alles reibungslos“, berichtete ein Sprecher der Polizei Braunlage (Kreis Goslar). Der Engpass bei Streusalz in einigen Kommunen dürfte ebenfalls bald kein Problem mehr sein. Am Sonntag erreichte ein Frachter aus Sizilien mit 8700 Tonnen Streusalz den Harburger Seehafen. „Das Salz ist für den Einsatz auf den Straßen in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen“, berichtete ein Sprecher. Bereits am Samstag war ein weiterer Salzfrachter aus Marokko eingelaufen.

lni