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Panorama Wiesn-Besucher trinken soviel Bier wie nie zuvor
Mehr Welt Panorama Wiesn-Besucher trinken soviel Bier wie nie zuvor
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18:12 04.10.2010
Die letzte Maß auf der Wiesn: Zwei Besucherinnen des Oktoberfestes genießen den sonnigen Abschluss.
Die letzte Maß auf der Wiesn: Zwei Besucherinnen des Oktoberfestes genießen den sonnigen Abschluss. Quelle: dpa
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Mit einem Ansturm von Besuchern aus aller Welt und einem neuen Bierrekord hat das Münchner Oktoberfest sein 200- jähriges Bestehen gefeiert. Rund 6,4 Millionen Menschen kamen auf das größte Volksfest der Welt, wie die Festleitung am Montag zum Abschluss berichtete. “17 traumhafte Wiesn-Tage und keine Rede vom Chaos oder Ersticken am eigenen Erfolg“, zog Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) Bilanz. Denn trotz eines Massenansturms vor allem am vergangenen Wochenende blieb die Zahl unter den 7,1 Millionen Besuchern des 175-jährigen Jubiläums 1985.

Sieben Millionen Maß Bier wurden getrunken - so viel wie noch nie. Außerdem verspeisten die Besucher 117 Ochsen, 59 Kälber und hunderttausende Hendl. Nicht nur die Wirte waren zufrieden: Das schöne Wetter und die anziehende Konjunktur bescherte den Schaustellern einen Umsatzzuwachs von 15 Prozent. „Der Konjunkturaufschwung hat dazu beigetragen, dass die Stimmung gut ist“, sagte Festleiterin Gabriele Weishäupl.

Publikumsmagnet mit mehr als einer halben Million Besuchern war die historische Wiesn im Südteil des Festgeländes, die mit nostalgischen Fahrgeschäften und einem nach alten Rezepten gebrauten Bier an die Ursprünge des Festes erinnerte.

Allerdings stieg auch die Zahl der Maßkrugschlägereien auf 62, im Vorjahr waren es 42. In zwei Fällen ermittelt die Polizei sogar wegen versuchten Totschlags. Denn Schläge mit dem Krug auf den Kopf können tödlich ausgehen. Ein 26-Jähriger, dem ein unbekannter aus unerfindlichen Gründen den Krug an den Kopf warf, erlitt eine Gehirnblutung und wird wahrscheinlich auf einem Auge blind bleiben.

„Die Gewaltdelikte gehen zurück. Aber die Exzesse, die Angst und Schrecken verbreiten, nehmen leider zu.“ Das bleibe eine Herausforderung. Wie im Vorjahr gab es auf dem Festgelände auch fünf Vergewaltigungen, zahlreiche Taschendiebe wurden festgenommen - sie reisen wie die Gäste aus aller Welt an. Trotzdem: Die Wiesn, mit drei Sperrgürteln gegen mögliche Terrorakte abgeschirmt, blieb angesichts des Millionenandrangs insgesamt friedlich.

Nach dem Erfolg der historischen Wiesn soll es wahrscheinlich mindestens ein historisches Festzelt auch im kommenden Jahr geben. Was fehlte: der Wiesnhit. Mitgesungen wurden Lieder wie „Der Flieger“, „Sweet Caroline“ und „Das geht ab“. Außerdem sei der Schunkelwalzer zum Jubiläum “200 Jahre Münchner Oktoberfest“ häufig gehört worden.

dpa

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