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Panorama "Xavier" fegt mit Spitzen von 113 km/h über den Norden
Mehr Welt Panorama "Xavier" fegt mit Spitzen von 113 km/h über den Norden
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22:30 05.10.2017
Tief "Xavier" fegt über Norddeutschland hinweg. Quelle: dpa

In Norddeutschland sind die Feuerwehren wegen des Sturmtiefs „Xavier“ den Donnerstag über im Dauereinsatz. So mussten die Helfer zu Hunderten Einsätzen ausrücken. An einigen Orten kamen die Retter zu spät. In Hamburg kam eine Frau ums Leben, als ein Baum auf das Auto des Opfers im Stadtteil Horn fiel, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Auch in Mecklenburg-Vorpommern starb eine Person im Sturm.  An der Bundesstraße 191 bei Ludwigslust kippten durch starke Windböen Bäume um. Dabei landete einer auf dem Fahrerhaus eines Lkws. Der Fahrer erlitt tödliche Verletzungen.  Auch in Brandenburg und Berlin kamen Menschen ums Leben. Ein 72 Jahre alter Mann wurde bei Hoppegarten von einem Baum erschlagen, als er Äste von der Straße entfernen wollte.

In Hannover meldete die Feuerwehr Notlagen wegen umgestürzter Bäume auf Straßen und abgerissener Dachverkleidungen. Ein Ast durchschlug die Windschutzscheibe eines fahrenden Autos. Im Landkreis Holzminden wurde eine Kreisstraße von einem umgestürzten Baum blockiert, außerdem stürzte ein Baum auf drei Autos - verletzt wurde jedoch niemand. In Werlte bei Osnabrück krachte ein Autofahrer in einen umgestürzten Baum.

Spitzen von über 110 km/h

Der Deutsche Wetterdienst warnte seit dem Morgen vor orkanartigen Böen im kompletten Landesgebiet von Niedersachsen und in Bremen. In Hamburg wurden nach Einschätzung der Meterologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Böen Windstärke 11, in Schleswig-Holstein Windstärke 10 erreicht. Zwischen 13.00 und 15.00 Uhr sei Xavier besonders stark gewesen. Danach seien zwar noch einzelne Böen möglich, das Schlimmste sei aber vorbei. Die Spitzengeschwindigkeit von 113 Stundenkilometern wurde an der Messstation Ruthenstrom an der Elbe gemessen. In Hannover wurden am Flughafen Spitzen von 111 km/h registriert.

Bahnverkehr im Norden eingestellt

Wegen des Sturms wurde am Nachmittag im gesamten Norden ist der Zugverkehr eingestellt. Ursache waren auf die Gleise oder in die Oberleitungen gewehte Bäume, die einen durchgehenden Bahnverkehr unmöglich machten. Auf offener Strecke befindliche Züge versuchten, noch den nächsten Bahnhof zu erreichen. Hier finden Sie einen Überblick mit allen Zugausfällen.

Der Stadtbahnverkehr in Hannover wurde vorübergehend eingestellt. Am späten Nachmittag rollte der Stadtbahnverkehr dann langsam wieder an. Die Feuerwehr berichtete von zahlreichen Einsätzen in der gesamten Region Hannover. Die Schnellwege waren wegen umgekippter Bäume gesperrt. Hier finden Sie alle Ereignisse im Newsticker.

Flugverkehr betroffen

Wegen des heftigen Sturms im Norden fielen etliche Flugverbindungen am Donnerstag aus. Der Flughafen Bremen meldete drei gestrichene Flüge von und nach Amsterdam sowie eine abgesagte Maschine aus Istanbul. Auch in Hannover fielen Verbindungen mit der niederländischen Hauptstadt sowie nach Istanbul aus. Obwohl der Airport nach Angaben einer Sprecherin grundsätzlich angeflogen werden konnte, mussten mehrere Piloten ihre Landeversuche abbrechen und durchstarten.

Die Stadt Hannover teilte am Vormittag mit, dass wegen der Sturmwarnung der Große Garten, das Schlossmuseum in Herrenhausen und die Freifläche des Berggartens geschlossen blieben. Die Schauhäuser sowie der Schmuckhof im Berggarten bleiben bei freiem Eintritt geöffnet. "Morgen werden die Gärten wieder geöffnet sein", sagt Stadtsprecher Udo Möller. Auch das Oktoberfest in Hannover blieb geschlossen.

Nach dem Abzug von „Xavier“ gelangt Deutschland unter den Einfluss polarer Kaltluft. Der Rest der Woche gestaltet sich entsprechend wechselhaft und kühl. Der Wind spielt dann laut DWD aber keine übergeordnete Rolle mehr.

frs/jst/dpa/ewo

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