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Panorama Weltraumteleskop für fünf weitere Jahre aufgerüstet
Mehr Welt Panorama Weltraumteleskop für fünf weitere Jahre aufgerüstet
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11:43 19.05.2009
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Die Astronauten John Grunsfeld und Drew Feustel verbrachten mehr als sechs Stunden damit, das Teleskop mit drei neuen Batterien zu versehen und einen Lenk-Sensor sowie Strahlenschutzschilde anzubringen.

Der fünfte und letzte Außeneinsatz ging mit einer Stunde Verzögerung zu Ende. "Nehmt Euch Zeit, das ist Euer letzter Einsatz an 'Hubble'", sagte der Kommandeur der "Atlantis", Scott Altman, als kleinere technische Probleme auftraten. Beim letzten Außeneinsatz mussten einige Arbeiten übernommen werden, die bei den vorherigen Arbeitsgängen nicht erledigt werden konnten.

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Zuletzt brachten Grunsfeld und Feustel an dem Prestige-Objekt der internationalen Raumfahrt rostfreie Stahlplatten an, um "Hubble" gegen die intensive Sonnenstrahlung im Raum zu schützen. "Dies war ein unglaubliches Abenteuer", sagte Grunsfeld, ein zum Astronauten ausgebildeter Astronom. Die Arbeiten am "Hubble", an denen er mit drei Außeneinsätzen beteiligt war, seien eine "sehr große Herausforderung" gewesen.

"Hubble ist nun wieder ein Flaggschiff", sagte der Chef-Astrophysiker der US-Raumfahrtbehörde NASA, Jon Morse. Das neue "Arsenal von Instrumenten" werde es den Astronomen ermöglichen, die Erforschung des Alls voranzubringen. "Tausende von Raumforschern rund um die Welt warten auf die Daten", fügte Morse hinzu. Mit Wehmut äußerte sich Missionschef Tony Ceccacci. "Es ist wie Abschiednehmen", sagte Ceccacci. Nach den "Hubble"-Aufrüstungen in den Jahren 1993, 1997, 1999 und 2002 sind nun keine weiteren Besuche an dem Teleskop mehr geplant.

Das 19 Jahre alte Weltraumteleskop "Hubble" sandte bislang insgesamt 750.000 Aufnahmen aus dem All zur Erde. 2014 soll "Hubble" durch das leistungsfähigere Nachfolgemodell "James Webb" ersetzt werden. Die "Atlantis" soll am Dienstag um 14.53 Uhr (MESZ) von "Hubble" abdocken und am Freitag in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida landen. Wenn "Hubble" vollständig aufgegeben wird, will die NASA es gezielt in den Pazifik abstürzen lassen. Ein unkontrollierter Absturz wird für zu gefährlich gehalten, weil Teile in besiedeltem Gebiet aufschlagen könnten.

afp