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Panorama Weltbank rechnet mit Schäden von bis zu 166 Milliarden Euro
Mehr Welt Panorama Weltbank rechnet mit Schäden von bis zu 166 Milliarden Euro
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13:33 25.03.2011
Verheerende Zerstörung: Retter bergen Leichen in der Stadt Rikuzentakata. Quelle: dpa
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17.54 Uhr: Das US-Militär hat am Montag damit begonnen, Jodtabletten an in Japan stationierte amerikanischen Soldaten und deren Familien zu verteilen. Nach US-Medienberichten werden die Pillen zum Schutz vor Schilddrüsenkrebs durch radioaktive Strahlung auf vier verschiedenen Stützpunkten in Japan ausgegeben. Es handele sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, zitiert die Zeitung "Stars and Stripes" das US-Militär. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass US-Soldaten und deren Familien gesundheitsschädlicher Strahlung ausgesetzt seien. Sie sollten die Tabletten auch erst dann einnehmen, wenn sie ausdrücklich dazu aufgefordert würden.

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17.20 Uhr: Schon vor dem verheerenden Erdbeben soll die Betreiberfirma des Atomkraftwerks Fukushima Eins geschlampt haben. Die japanische Atomsicherheitsbehörde NISA warf Tepco einige Tage vor der Katastrophe vom 11. März Mängel bei der Inspektion vor. Das hatte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo schon Ende Februar berichtet. Im Atomkraftwerk Fukushima Eins seien insgesamt 33 Geräte und Maschinen nicht ordnungsgemäß überprüft worden. Ähnliche Mängel habe es auch in zwei weiteren Anlagen gegeben: Betroffen seien außerdem das Atomkraftwerk Fukushima Zwei und das Kraftwerk Kashiwazaki-Kariwa an der Westküste Japans.

16.17 Uhr: chon vor dem verheerenden Erdbeben soll die Betreiberfirma Tepco im Atomkraftwerk Fukushima Eins geschlampt haben. Die japanische Atomsicherheitsbehörde NISA warf Tepco einige Tage vor der Katastrophe Mängel bei der Inspektion vor. Das hatte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo Ende Februar berichtet. Im Atomkraftwerk Fukushima Eins seien insgesamt 33 Geräte und Maschinen nicht ordnungsgemäß überprüft worden. Ähnliche Mängel habe es auch in zwei weiteren Anlagen gegeben.

15.10 Uhr: Im Katastrophengebiet um das Atomkraftwerk Fukushima in Japan bleibt es weiterhin kalt: Die Temperaturen liegen deutlich im einstelligen Bereich, nachts blieben sie sogar unter null, sagte Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montag. Der Wind weht noch leicht nach Nord und damit in Richtung der Hauptstadt Tokio. In den nächsten Tagen drehe er aber auf günstige West- bis Nordwest-Richtung.

14.45 Uhr: Der weltweit größte Handyhersteller Nokia erwartet Lieferengpässe im Gefolge der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan. Wie Nokia am Montag aus der Konzernzentrale Espoo bei Helsinki mitteilte, werde es "einige Störungen" bei der Versorgung mit Nokia-Produkten und Dienstleistungen geben. Hintergrund seien die für die gesamte Telekom-Branche geltenden Lücken bei der Lieferung von wichtigen Komponenten und Rohstoffen aus Japan.

13.50 Uhr: Beim weißen Qualm über dem havarierten Block 2 des Unglückskraftwerks Fukushima Eins handelt es sich wahrscheinlich um Dampf und nicht um Rauch. Das meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag. Der Dampf komme vermutlich auch nicht aus dem Abklingbecken. Die genaue Ursache war weiter unklar. Zuvor war bereits über Block 3 grauer Rauch aufgestiegen, der bis zum frühen Abend (Ortszeit) wieder verschwand.

12.32 Uhr: Der Betreiber des stark beschädigten Kernkraftwerks Fukushima Eins will womöglich eine Entschädigung an Bauern in der Region zahlen. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Montagabend (Ortszeit) berichtete, habe Tepco das angedeutet. Für vier Präfekturen hat die Regierung ein Lieferverbot für Milch und mehrere Gemüsesorten verhängt. In der Gegend um das havarierte Atomkraftwerk wurden unter anderem verstrahlte Milch und verstrahlter Spinat gefunden.

12.05 Uhr: Die Lage in Japan bleibt infolge der Probleme in Fukushima nach Einschätzung der Internationalen Atomenergieorganisation IAEA „sehr ernst“. Man habe aber keine Zweifel, dass die Krise gemeistert werde.

11.37 Uhr: Kaum hat sich die Rauchwolke aus Block 3 verzogen, steigt nun über dem havarierten Reaktor Nummer 2 Rauch auf. Dieser ist seit Sonntag wieder an das Stromnetz angeschlossen. Ob die Wasserpumpen funktionieren, ist unklar.

11.08 Uhr: Die Strahlungsbelastung im direkten Umkreis von Reaktorblock 3 ist nach Angaben der japanischen Atomaufsichtsbehörde nicht gestiegen. Zur Ursache des gräulichen Rauchs, der seit etwa drei Stunden aus Block 3 aufsteigt, machte die Behörde auf einer Pressekonferenz keine Angaben.

10.21 Uhr: Nach Warnungen über wahrscheinlich erhöhte Strahlenwerte in Lebensmitteln aus den verseuchten Gebieten verbietet die Regierung die Lieferungen von Frischmilch aus der Region um Fukushima sowie von Spinat aus mehreren angrenzenden Bezirken.

10.19 Uhr: Die Ursache für die Rauchentwicklung ist noch unklar. Die Ermittlungen laufen, wie ein Sprecher der Atomsicherheitsbehörde sagt.

10.03 Uhr: Nach einem Bericht der „Yomiuri“-Zeitung ist der Rauch in die Zentrale der Arbeiter des Werks eingedrungen. Es heißt, er kommt aus den Abklingbecken. Der Betreiber Tepco informierte auch die Feuerwehr. Der Rauch wurde laut Berichten um 15.55 Uhr Ortszeit über dem Flachdach des Blocks sichtbar, er zieht Richtung Südosten sichtbar.

9.05 Uhr: Vom havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind alle Einsatzkräfte abgezogen worden. Grauer Rauch steigt aus Block 3 der Anlage auf. In den Brennelementen dieses Reaktors befindet sich hochgefährliches Plutonium. Zuvor war von erhöhtem Druck die Rede gewesen.

8.52 Uhr: Den beiden am Sonntag geretteten Erdbebenopfern Sumi und Jin Abe geht es nach Angaben der behandelnden Klinik in Ishinomaki wieder gut. Sie waren neun Tage nach dem Erdbeben entdeckt worden. Der japanische Regierungssprecher Yukio Edano sagt zu ihrer Rettung: „Ich ziehe meinen Hut vor ihnen. Ich glaube ein Wunder wie dieses kann alle Opfer inspirieren die jetzt schwierige Zeiten durchmachen.“

8.33 Uhr: Der Kraftwerksbetreiber Tepco erklärt, in Reaktor 5 arbeite eine Pumpe wieder mit Strom aus dem Netz. Alle sechs Reaktorblöcke seien nun an Starkstromleitungen angeschlossen.

7.52 Uhr: Der japanische Staat wird wegen der Erdbebenkatastrophe kräftig in die Tasche greifen müssen. „Es ist unausweichlich, dass wir bis Juni zwei große Nachtragsetats verabschieden müssen“, sagt Jun Azumi, ein Spitzenvertreter der Demokratischen Partei. Die Nachtragshaushalte dürften zu einem Großteil über neue Schulden finanziert werden. Das Defizit der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt liegt derzeit bei neun Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts.

7.24 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation nennt die radioaktive Verseuchung japanischer Lebensmittel ernst. Es handele sich nicht um ein örtlich einzugrenzendes Problem.

5.55 Uhr: Die Entsorgung der Reaktoren des havarierten AKW Fukushima 1 könnte nach Einschätzung eines Experten bis zu zehn Jahre dauern. Die Blöcke 5 und 6 hätten dagegen keinen großen Schaden davongetragen. Theoretisch könnten sie wieder in Betrieb genommen werden. „Mit Blick auf die Gefühle der Anwohner wäre es allerdings schwierig, den Betrieb wieder aufzunehmen. Die Entsorgung aller sechs Reaktoren ist daher unvermeidlich“, wird der Mitarbeiter zitiert.

4.57 Uhr: Der Druck in Reaktor 3 steigt wieder derart, dass Techniker einen Druckablass in Erwägung ziehen. Dabei hatte es in den ersten Tagen der Atomkrise Explosionen von radioaktivem Gas gegeben.

4.09 Uhr: Japanische Soldaten setzen ihre Bemühungen fort, Reaktorblock 4 zu kühlen. In den Reaktorblöcken 5 und 6, den am wenigsten beschädigten, läuft seit dem Anschluss ans Stromnetz die Kühlung wieder. Sie gelten als sicher. Ebenfalls wieder am Stromnetz sind die Blöcke 1 und 2.

3.39 Uhr: Die japanische Polizei rechnet inzwischen mit mehr als 18.000 Toten durch Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe. Ein Sprecher der Polizei der Präfektur Miyagi sagt, alleine in seinem Bereich rechne man mit mehr als 15.000 Toten. Die Nationale Polizeibehörde teilt mit, bis Montag seien 8649 Leichen geborgen worden. 12.877 Menschen würden vermisst.

1.31 Uhr: Die Einsatzkräfte im Atomkraftwerk Fukushima setzen die Kühlung der beschädigten Reaktoren mit Wasserwerfern fort. Die Feuerwehrmänner und Soldaten der japanischen Streitkräfte besprühen die Reaktorblöcke 3 und 4 mit Meerwasser. Im Reaktorblock 2 richten sich die Bemühungen darauf, nach der Wiederherstellung der Stromversorgung zentrale Funktionen im Kontrollraum in Gang zu bringen: zunächst die Beleuchtung und dann vor allem die reguläre Kühlung des Reaktors und des Abklingbeckens für abgebrannte Kernbrennstäbe.

1.27 Uhr: In einem Dorf nahe der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima 1 ist eine stark erhöhte Radioaktivität im Trinkwasser gemessen worden. Der Grad von radioaktivem Jod im Wasser von Iitatemura sei drei Mal so hoch wie der von der Regierung festgesetzte Grenzwert, teilt das japanische Gesundheitsministerium mit. Iitatemura liegt rund 40 Kilometer von Fukushima 1 entfernt und hat etwa 4000 Einwohner.

0.23 Uhr: Ein weiteres Erdbeben hat die Präfektur Fukushima erschüttert. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldet, hatte es eine Stärke von 4,7. Angaben zu Verletzten oder Schäden gab es nicht. Demnach war das Beben auch in unmittelbarer Nähe des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 zu spüren.

dpa/red