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Panorama Weitere 22 Tote im mexikanischen Drogenkrieg
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13:58 17.06.2009
Mexikanische Soldaten verlassen ihr Hauptquartier. Quelle: afp

In Gómez Palacio im nördlichen Bundesstaat Durango fand die Polizei am Dienstag (Ortszeit) sieben Leichen mit Folterspuren, 15 weitere Morde wurden aus Ciudad Juárez und anderen Orten des Bundesstaates Chihuahua gemeldet. Eine Offensive mit gut 36.000 Soldaten konnte den blutigen Kampf der Drogenkartelle um Schmuggelrouten bislang nicht stoppen.

Polizisten in Gómez Palacio fanden nach einem Notruf die Leichen von sieben Männern im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Drei der Männer wurden durch Kopfschüsse getötet, die übrigen wurden totgeschlagen. Alle Leichen hätten Folterspuren aufgewiesen und seien an Händen und Füßen gefesselt gewesen, sagte der Sprecher. Dies spricht für Taten der Drogenmafia. An den Leichen wurde aber keine Nachricht gefunden, wie sie oft bei Opfern des Drogenkrieges zurückgelassen werden.

Gómez Palacio liegt in einer Gegend, die besonders stark von den Kämpfen zwischen rivalisierenden Drogenbanden betroffen ist. Sie gilt als Einflussgebiet des Sinaloa-Kartells. Dessen Anführer Joaquín Guzmán alias „El Chapo“ ist der meistgesuchte Drogenverbrecher Mexikos.

In der an die USA grenzenden Stadt Ciudad Juárez wurden am Montag und Dienstag nach Behördenangaben elf Menschen getötet, darunter auch Minderjährige. Zudem wurden vier Morde aus anderen Teilen des Bundesstaats Chihuahua gemeldet.

Mexikos Sicherheitskräfte hatten bereits Ende 2006 eine Offensive gegen die organisierte Kriminalität gestartet. Mehr als 36.000 Soldaten sind gegen die Drogenmafia im Einsatz, davon allein 8500 in Ciudad Juárez. Die Kartelle liefern sich einen brutalen Bandenkrieg, bei dem seit 2008 mehr als 7700 Menschen getötet wurden. Am stärksten betroffen sind die Gebiete nahe der Grenze zu den USA, wo die Banden um die lukrativen Schmuggelrouten kämpfen.

afp

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