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Panorama Weiter Verwirrung um „Arctic Sea“
Mehr Welt Panorama Weiter Verwirrung um „Arctic Sea“
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11:41 15.08.2009
Vor den Kapverden aufgetaucht: Die „Arctic Sea“ . Quelle: Sovracht/AFP
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Die russische Botschaft sei nicht „offiziell“ über die Ortung des Frachters informiert worden. Zuvor hatte die Küstenwache der Kapverden mitgeteilt, die „Arctic Sea“ sei 400 Seemeilen vor den Kapverden geortet worden.

Seinen letzten Funkkontakt hatte der mit finnischem Holz beladene Frachter am 28. Juli mit der britischen Küstenwache. Die „Financial Times Deutschland“ hatte in ihrer Online-Ausgabe bereits unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, dass das Schiff am Freitag vor den Kapverdischen Inseln geortet worden sei. Ob der Frachter entführt wurde oder aus anderen Gründen von seiner ursprünglich geplanten Fahrt nach Algerien abkam, ist unklar.

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Russland und die NATO stehen wegen des seit Tagen gesuchten Schiffes „Arctic Sea“ in ständigem Kontakt. Das teilten eine NATO-Sprecherin in Brüssel und der russische NATO-Botschafter Dmitri Rogosin am Freitag übereinstimmend mit. Die Situation des Schiffes sei „dramatisch“, sagte Rogosin im russischen Rundfunk. Mehr könne er aber im Moment nicht zu dem Thema sagen.

Nach dem unter maltesischer Flagge fahrenden Schiff mit seiner 15-köpfigen russischen Besatzung wurde tagelang in einem internationalen Einsatz gesucht. Seinen letzten Funkkontakt hatte der Frachter am 28. Juli mit der britischen Küstenwache. Ob er entführt wurde oder aus anderen Gründen von seiner ursprünglich geplanten Fahrt nach Algerien abwich, ist unklar. Experten gehen davon aus, dass die „Arctic Sea“ Opfer einer neuen Form der Piraterie geworden sein könnte.

afp