Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Weichsel überflutet Stadt Sandomierz
Mehr Welt Panorama Weichsel überflutet Stadt Sandomierz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:49 06.06.2010
Quelle: dpa
Anzeige

Feuerwehrleute und Soldaten, die bis zuletzt das Wasser zu stoppen versuchten, seien wegen Lebensgefahr abgezogen worden, berichtete die Nachrichtenagentur PAP. Nach Angaben des Bürgermeisters Jerzy Borowski sind jetzt eine Wohnsiedlung sowie die Glashütte, der größte Arbeitgeber in der Region, bedroht.

Die städtischen Behörden riefen rund 3500 Einwohner auf, das besonders gefährdete Gebiet zu verlassen. Die meisten Menschen wollten jedoch in ihren Häusern bleiben. Sandomierz liegt rund 200 Kilometer südlich von Warschau. Die historische Altstadt liegt auf einer Anhöhe am linken Ufer und ist nicht gefährdet.

Am Morgen reiste Regierungschef Donald Tusk nach Sandomierz. „Die Situation hat sich verschärft“, sagte der Politiker. Er sprach sich erneut gegen eine Ausrufung des Notstandes, weil dies „nichts bringen“ würde.

Die Flut hatte bereits vor zwei Wochen einen Damm in Sandomierz durchbrochen. Seitdem stehen Stadtteile am rechten Ufer unter Wasser. Die Weichsel überflutete auch Teile von Tarnobrzeg rund 15 Kilometer südlich von Sandomierz. Dort sollten 4000 Menschen ihre Häuser räumen. Auch sie weigerten sich aber, ihr Hab und Gut zu verlassen.

dpa

Mehr zum Thema

Gebrochene Deiche, überflutete Dörfer, ertrunkene Menschen: Die Flut in der Slowakei und in Polen wird immer dramatischer. Tausende wurden vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht. Die Slowakei erlebe derzeit ein „Jahrtausendhochwasser“, sagte Premier Robert Fico am Sonnabend in Bratislava.

05.06.2010

Die Hochwasserlage am größten Fluss Polens, der Weichsel, bleibt infolge der zweiten Flutwelle angespannt. In Slupiec im Süden des Landes habe das Wasser den Deich durchbrochen, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP am Sonnabend.

05.06.2010

Sturm und Rege haben in Polen zu neuen Überschwemmungen geführt: Vor allem im Süden des Landes war die Lage in der Nacht zu Freitag kritisch. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

04.06.2010