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Panorama Weg mit Opas altem Gewehr: Bürger stehen am letzten Tag Schlange
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16:33 31.12.2009
Die Abgabefrist für Waffen in unerlaubtem Besitz läuft zum Jahresende aus. Quelle: ddp (Archiv)
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Die Menschen fürchteten Probleme, weil die Abgabefrist für Waffen in unerlaubtem Besitz zum Jahresende ausläuft. Jagdgewehre, Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg, Pistolen, Bajonette, Degen und Säbel und sogar ganze Waffensammlungen wurden in den Dienststellen abgegeben.

Auch die Polizei in Hildesheim sprach von einem ganzen Waffenarsenal, das sich in den vergangenen Tagen in den Diensträumen ansammelte, darunter Schreckschusspistolen, Kleinkalibergewehre und Schnellfeuerwaffen. „Bei uns kam heute morgen eine alte Dame und brachte eine ganze Kiste Munition, die ihr verstorbener Mann ihr hinterlassen hatte“, berichtete ein Polizeisprecher in Göttingen. Überhaupt seien es häufiger ältere Frauen, die angesammelte Waffen aus dem Haus haben wollten. Landwirte fänden oft beim Aufräumen oder beim Umbau alte Waffen in Scheunen und auf Dachböden.

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Einen besonderen Service bot die Polizei in Hameln: „Anruf genügte und die Kollegen kamen mit dem Streifenwagen und sammelten das gefährliche Zeug ein.“

Nach den Amokläufen an Schulen in Erfurt und Winnenden war das Waffengesetz verschärft worden. Es ermächtigt Behörden, selbst bei Besitzern mit Waffenscheinen oder Waffenbesitzkarten unangemeldet die ordnungsgemäße Aufbewahrung der Pistolen zu kontrollieren.

lni