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21:26 03.01.2016
Foto: Eine Silvesterparty am Strand von Norddeich könnte nun ein juristisches Nachspiel haben.
Eine Silvesterparty am Strand von Norddeich könnte nun ein juristisches Nachspiel haben. Quelle: Symbolbild
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Norddeich

Dieses Vorhaben teilte der Wattenrat am Sonntag mit. Es lägen durch die Party am Deich mutwillige Störungen wildlebender Tiere vor.

Auch außerhalb des eigentlichen Schutzgebietes im angrenzenden Nationalpark Wattenmeer sei dies verboten, heißt es vom Wattenrat. Zwar hätten die Veranstalter selbst nur mit "Lichtspielen" und lauter Musik das neue Jahr begrüßen wollen, so der Wattenrat. Besucher hätten jedoch mengenweise eigenes Feuerwerk mitgebracht. Selbst wenn sie dies außerhalb des eigentlichen Nationalparks abgebrannt hätten, hätten die Raketen kilometerweit in das Schutzgebiet hineingewirkt.

Heftige Kritik schon vor der Party

Das Nationalparkgesetz verbiete lärmintensive Veranstaltungen im Nationalpark. Dort hielten sich derzeit Tausende besonders geschützte Arten wie Gänse und Watvögel auf. Die Nationalparkverwaltung habe appelliert, auch außerhalb des Nationalparks auf Feuerwerkskörper zu verzichten, erinnerte der Wattenrat. "Vergeblich wie in jedem Jahr."

Der Wattenrat ist nach eigenen Angaben ein lockerer Zusammenschluss verbandsunabhängiger Naturschützer aus der Küstenregion Ostfrieslands. Er hatte bereits im Vorfeld die Veranstaltung am Deich heftig kritisiert. Nachdem die Veranstalter deutlich gemacht hatten, dass sie selbst kein Feuerwerk planten, wollten die Umweltschützer Ende Dezember zunächst noch von einer Anzeige absehen.

Zu der Party am Deich waren nach einem Bericht des "Ostfriesischen Kuriers" mehr als 7.000 Besucher gekommen.

epd