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Panorama War's das mit dem Sommer?
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18:02 24.08.2011
Das Wochenende wird wieder merklich kühler. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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Offenbach

Am Freitag überquert eine Kaltfront mit Gewittern, Sturm, Starkregen und Hagel Deutschland von West nach Ost und sorgt für einen Temperatursturz um zehn Grad. Vermutlich sei das dann das Ende des Sommers, sagte Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Mittwoch. Denn das Wochenende werde merklich kühler bei Werten um 20 Grad.

Vorerst ist aber noch Schwitzen angesagt, im Süden und Osten mehr als im Norden und Westen. Eine Luftmassengrenze von Rheinland-Pfalz bis zur Oder trennt die schwül-heiße Luft aus Südwesten von deutlich angenehmerer Luft nördlich davon. Südlich der Grenze bleibt es bei schweißtreibenden Werten um 30 Grad und darüber, nördlich herrschen sommerliche 23 bis 28 Grad. Überall kann es aber Schauer und Gewitter geben.

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Wann Menschen die Hitze als „schwül“ empfinden

Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit lassen viele Menschen unter Schwüle leiden. Die natürliche Regulation der Körpertemperatur - bei Hitze verdunstet Schweiß an der Hautoberfläche und wirkt dadurch kühlend - wird gestört, wenn die Luft feucht ist. Es besteht dann die Gefahr von Wärmestau bis hin zu einem lebensbedrohenden Hitzschlag. Eine objektive Begriffsbestimmung gibt es aber nicht: „Schwüle ist ein subjektives Empfinden, es gibt keine eindeutige, meteorologisch fundierte Definition", heißt es im Wetterlexikon des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Entscheidend ist die Luftfeuchtigkeit im Zusammenspiel mit der Temperatur. Im Winter etwa werden 25 Prozent Luftfeuchtigkeit als trocken empfunden, bei heißen 40 Grad führt derselbe Wert schon zu Schwüle. Bei Temperaturen um 30 Grad, wie sie derzeit im Süden Deutschlands herrschen, genügen 44 Prozent Luftfeuchtigkeit, um den Eindruck von Schwüle hervorzurufen. Deshalb werden die am Mittwoch gemessenen 80 Prozent Luftfeuchtigkeit im Norden Deutschlands bei Temperaturen von deutlich unter 30 Grad nicht als schwül empfunden, im Süden dagegen war es bei über 30 Grad und „nur" 60 Prozent Luftfeuchtigkeit unerträglich schwül.

dpa/gcl