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Panorama Waldbrände in Kalifornien wüten unvermindert weiter
Mehr Welt Panorama Waldbrände in Kalifornien wüten unvermindert weiter
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08:50 09.05.2009
Mehr als 2300 Feuerwehrleute kämpfen in Kalifornien gegen die Flammen. Quelle: afp
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Etwa 30.000 Kalifornier in der Gefahrenzone im Küstengebiet um Santa Barbara mussten damit rechnen, ihre von den schweren Buschbränden bedrohten Häuser zu verlassen, oder hatte bereits entsprechende Anweisungen zu Evakuierung erhalten, wie Vertreter von Behörden und Feuerwehr sagten. Mindestens 75 Häuser waren seit Mittwoch abgebrannt.

Mehr als 2300 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, die bereits mehr als 1400 Hektar Land verwüsteten, wie die Forstbehörde mitteilte. Bislang wurden den Angaben zufolge elf Feuerwehrleute verletzt. Mehr als 3500 Häuser im Waldbrandgebiet galten als gefährdet. Zunächst abflauende Winde hatten vorübergehend Hoffnungen auf eine Verbesserung der Lage genährt. Doch die besonders kräftigen sogenannten Sundowner-Winde, die nach Sonnenuntergang aufkommen, fachten die Flammen in der Nacht zum Freitag erneut an. Laut Wettervorhersage ist zunächst nicht mit einer Besserung der Lage zu rechnen.

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„Letzte Nacht brach die Hölle los“, sagte der Feuerwehrchef von Santa Barbara, Andy Dimizio. Wer in Santa Barbara nicht sein Haus habe verlassen müssen, habe vermutlich Einquartierungen bekommen. „Das hat die ganze Gemeinde erfasst“, sagte Dimizio. Bezirks-Feuerwehrchef Tom Franklin warnte: „So unvorhersehbar das Wetter ist, so unvorhersehbar ist auch das Feuer“. Er drängte die Bewohner von gefährdeten Häusern, den Evakuierungsaufforderungen zügig zu folgen.

Trotz des Großeinsatzes der Feuerwehr waren bis zum Freitagabend (Ortszeit) erst zehn Prozent der Flammen eingedämmt. Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte den Notstand über das Brandgebiet verhängt. In dem Bundesstatt brechen während der warmen Jahreszeit immer wieder verheerende Brände aus. Im Jahr 2007 kamen acht Menschen bei Waldbränden ums Leben, 2000 Häuser wurden zerstört. Verschärft wurde das Problem durch den Immobilienboom der letzten Jahre: Wohngebiete breiteten sich immer tiefer ins Buschland aus, Neubauten wurden gefährlich nahe an den Trockenwäldern errichtet.

afp