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Panorama Vorwürfe nach fatalem Erdrutsch in China
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08:22 22.12.2015
Schwere Bagger und Raupen sind in dem von Schlamm und Schutt bedeckten Areal unterwegs. Quelle: afp
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Shenzhen/Peking

Nach dem gigantischen Erdrutsch in einem chinesischen Industriegebiet haben Suchteams am Dienstag einen ersten Toten geborgen. Knapp zwei Tage nach der Katastrophe wurden noch 81 Menschen vermisst, wie der staatliche TV-Sender CCTV berichtete. Die Chance, Überlebende zu finden, sank mit jeder Stunde. Schwere Bagger und Raupen waren in dem von Schlamm und Schutt bedeckten Areal unterwegs.

Schlamm türmt sich bis zu zehn Meter hoch

Die Schlammlawine hatte sich am Sonntag nach heftigem Regen von einem illegal befüllten Steinbruch gelöst und mehr als 30 Gebäude im Industriegebiet der südchinesischen Stadt Shenzhen unter sich begraben. Darunter waren auch zwei Arbeiter-Wohnheime, doch konnten die meisten Bewohner rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

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Nach Behördenangaben türmte sich Schlamm auf einer Fläche von 380.000 Quadratmeter bis zu zehn Meter hoch. Die Schuttdeponie sei "zu hoch" und "zu steil" gewesen, heißt es von Behörden. Anwohner klagten, das Unglück wäre zu verhindern gewesen.

Die "South China Morning Post" hatte am Montag aus einem Regierungsbericht zitiert, wonach die Halde bereits im Februar hätte geschlossen werden sollen. Knapp 3000 Retter sind im Einsatz, um nach Überlebenden zu suchen. Überlebenschancen unter dem Geröll gelten als äußerst gering.

Laut der Zeitung "Shenzhen Evening News" wurden 900 Menschen in Sicherheit gebracht, bevor die Erd- und Schlammmassen das Industriegebiet erreichten.

dpa/afp

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