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Panorama Viele kleinere Brände in Niedersachsen
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10:59 09.05.2011
Von Marina Kormbaki
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Einen Großeinsatz der Feuerwehr hat in der Nacht zu Sonntag ein Brand an der niedersächsisch-hamburgischen Landesgrenze ausgelöst. In einem Wald- und Moorgebiet im Hamburger Bezirk Harburg breitete sich nach Angaben der örtlichen Feuerwehr das Feuer auf fünf Hektar aus. Passanten hatten den Brand entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.

Rund 150 Feuerwehrleute aus Hamburg waren im Einsatz, die Löscharbeiten dauerten bis Sonntagmittag an. Im angrenzenden Landkreis Harburg gab es den Angaben der Feuerwehr zufolge in den vergangenen zwei Tagen rund zehn kleinere Brände. Sie konnten schnell unter Kontrolle gebracht werden, verletzt wurde niemand. Kleinere Feuer wurden auch aus den Landkreisen Cuxhaven, Soltau-Fallingbostel, Celle und Lüneburg gemeldet. Dort loderte gestern im Ort Dahlenburg ein Feuer auf einer Waldfläche von rund 100 Quadratmetern.

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Aus Lüneburg ist an diesem Wochenende auch das umstrittene Überwachungsflugzeug der örtlichen Feuerwehr zu Beobachtungsflügen über der Heide gestartet. Am Sonnabend und am Sonntag überflog die rote Cessna die Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Soltau-Fallingbostel und Harburg auf der Suche nach Rauchsäulen. Gefunden habe sie lediglich „hier und da ein paar Kleinigkeiten“, sagte gestern eine Sprecherin der Lüneburger Feuerwehr. Um den Einsatz des Kontrollflugzeugs hatte es zuletzt Streit gegeben zwischen der Lüneburger Feuerwehr und dem niedersächsischen Innenministerium. Weil es zu teuer sei, hatte es bis vor Kurzem aus dem Ministerium geheißen, das Flugzeug soll nur dann starten, wenn bereits ein Feuer ausgebrochen ist. Am Donnerstag aber gab Innenminister Uwe Schünemann (CDU) dem Landkreis sein Okay: Die Cessna darf wieder zu Kontrollflügen eingesetzt werden – jedenfalls vorerst.

Der Deutsche Wetterdienst sagt auch für die kommenden Tage eine hohe Waldbrandgefahr in einzelnen Landesteilen voraus. So steht etwa in den Gemeinden Celle, Faßberg, Lüchow und Bremervörde der Waldbrandgefahrenindex auf Warnstufe fünf, der höchsten Gefährdungsstufe.