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Panorama Viele Tote nach Taifun und Erdbeben in Asien
Mehr Welt Panorama Viele Tote nach Taifun und Erdbeben in Asien
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18:49 11.08.2009
Taiwanesische Soldaten versuchen, einen reißenden Fluß zu überqueren. Quelle: afp
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In Taiwan suchten Rettungskräfte nach einem Erdrutsch in einem Dorf verzweifelt nach etwa hundert Verschütteten. Japan wurde nach dem Durchzug des Taifuns „Etau“ von einem Erdbeben getroffen, bei dem mindestens eine Frau starb und über hundert Menschen verletzt wurden.

Die Zahl der Toten durch die schweren Taifune in Taiwan, China und Japan stieg auf mindestens 84. Allein in Taiwan wurden 62 Tote bestätigt, 58 Menschen waren vermisst gemeldet. Mindestens hundert weitere Menschen wurden unter der Schlammlawine vermutet, die in dem entlegenen Dorf Hsiaolin niedergegangen war. Die örtlichen Behörden spielten Medienberichte herunter, denen zufolge rund 600 Menschen lebendig begraben worden sein könnten.

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Nach Regierungsangaben waren im Zentrum und im Süden Taiwans fast 6000 Soldaten im Rettungseinsatz. Nach dem Taifun „Morakot“ waren weiter Hunderttausende ohne Strom und Wasser. In drei Küstenstädten der Region Pingtung waren Tausende von der Außenwelt abgeschnitten. In der gleichen Gegend gelang es nach örtlichen Presseberichten einem Mann, binnen zweier Tage hundert Menschen mit einem Bambusfloß zu retten.

Auch in China war die Lage nach dem Durchzug von „Morakot“ dramatisch: Mehr als 6000 Häuser wurden in den östlichen Küstenprovinzen zerstört. In Pengxi in der Provinz Zhejiang starben zwei Menschen, als Häuser bei einem Erdrutsch nach schweren Niederschlägen verschüttet wurden. Insgesamt kamen nach Behördenangaben in China mindestens sechs Menschen durch den Taifun ums Leben.

Japan, wo in den vergangenen Tagen mindestens 14 Menschen durch den Taifun „Etau“ starben, wurde Dienstagfrüh von einem starken Erdbeben erschüttert. Bei dem Beben der Stärke 6,4 wurden in Tokio und anderen Präfekturen im Zentrum und Südwesten der Hauptinsel Honshu mindestens eine Frau getötet und mehr als hundert Menschen verletzt.

Etwa zur gleichen Zeit erschütterte ein zweites schweres Erdbeben die ostindischen Andamanen-Inseln. Nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA (USGS) lag das Epizentrum des Bebens im Indischen Ozean in etwa 33 Kilometern Tiefe und rund 263 Kilometer nördlich von Port Blair, der wichtigsten Stadt der Andamanen. Im Norden der Inseln brach zeitweise Panik aus, es kam aber niemand zu Schaden.

Die Andamanen-Inselgruppe wurde von der Tsunami-Katastrophe Ende 2004 hart getroffen. Insgesamt starben bei der von einem Beben vor Indonesien ausgelösten Flutwelle mehr als 220.000 Menschen.

afp